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Radikalumbau lohnt sich

Philips spart sich fit

Im dritten Quartal hat der niederländische Elektronikkonzern die Erwartungen der Fachleute übertroffen. Vorstandschef Frans van Houten hat offenbar einen Weg aus der Krise gefunden.

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Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen noch einen Milliardenverlust eingefahren, jetzt sieht es danach aus, als habe Philips das Ruder herumreißen können: Der Umsatz stieg von 5,4 Milliarden Euro im Vorjahr auf 6,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte der Gewinn von 368 Millionen auf 450 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben 170 Millionen Euro, nach 76 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Analysten hatten im Schnitt 139 Millionen Euro erwartet. Beim waren die Experten von 5,9 Milliarden Euro ausgegangen.

Zukunftsthema Gesundheit

Am erfolgreichsten verlief das Geschäft mit einem Plus von sieben Prozent auf vergleichbarer Basis im Sektor Gesundheitstechnik. Die Sparte Unterhaltungselektronik wuchs um drei Prozent, die Lichtsparte um vier Prozent. Mit den Zahlen übertraf der Konzern die Analystenschätzungen teils deutlich.

Zu verdanken hat der Konzern das erfolgreiche Zwischenergebnis dem von Vorstandschef Frans van Houten verordneten Umbauprogramm. Zuletzt hatte das TV-Geschäft geschwächelt und bei Haushaltsgeräten drängt Konkurrenz aus Asien auf den Markt, etwa der südkoreanische Samsung-Konzern.

Ziele werden erreicht

Bis 2014 will van Houten 1,1 Milliarden Euro einsparen. Als Folge sollen rund 6.700 Stellen gestrichen werden. Schwerpunkte des Umbauprogramms, das bis Ende September 306 Millionen Euro einsparte, sind das Geschäft mit Gesundheitstechnik sowie die Lichtsparte.

Man sei auf einem guten Weg, die Ziele für 2013 zu erreichen, teilte das Philips-Management mit. Die Lage auf dem Weltmarkt bleibe jedoch schwierig. Die Ziele für 2013 bekräftigte van Houten. Der Aktienkurs dürfte im Soll sein: Seit Jahresstart hat das Papier deutlich zugelegt.

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