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Erfolgreicher Börsengang

PayPal startet mit Schwung

Stand: 20.07.2015, 10:27 Uhr

Am Montag ist der bekannte Bezahldienst PayPal an die Börse gegangen. Für die bisherige Mutter Ebay war die Beteiligung ein glänzendes Geschäft - und für die Investoren bislang auch.

Bereits am Freitag nach US-Börsenschluss hatte Ebay die Tochter an die Ebay-Aktionäre abgespalten. Seit heute werden die PayPal-Aktien ganz normal gehandelt. Im frühen US-Handel legte die Aktie um mehr als sechs Prozent auf gut 40 Dollar zu. PayPal wird damit mit etwa 50 Milliarden Dollar bewertet - das ist deutlich mehr als der Restkonzern Ebay mit rund 34 Milliarden Dollar. In den ersten 20 Handelsminuten an der Wall Street wurden mehr Papiere des Online-Bezahldienstes ge- und verkauft als Aktien der Dax -Umsatzspitzenreiter Deutsche Telekom, Commerzbank, Deutsche Bank und Infineon zusammengerechnet. "PayPal ist der Gorilla unter den Bezahldiensten", schrieben die Analysten von JPMorgan.

Für die Ebay-Aktionäre war die 13-jährige Zugehörigkeit ein glänzendes Geschäft. Im Oktober 2002 hatte Ebay PayPal für 1,5 Milliarden US-Dollar unter anderem von Elon Musk gekauft, Gründer und heute Vorstandschef des Elektroautoherstellers Tesla.

Für die bisherige Mutter dürfte es dagegen nicht leicht werden. Ebays Kerngeschäft stagniert bestenfalls. Das Auktionsgeschäft ist etwas aus der Mode gekommen. Und im "Sofort kaufen"-Geschäft enteilt die Verkaufsmaschine Amazon Ebay immer weiter. PayPal war zuletzt die Cashcow des Ebay-Konzerns.

Die Probleme von Ebay und der Erfolg von PayPal werden sich auch im Börsenwert der beiden notierten Aktien widerspiegeln. PayPal wird eine Marktkapitalisierung von rund 45 Milliarden Dollar zugetraut. Der Rest von Ebay soll nur gut 30 Milliarden Dollar wert sein. Die Trennung war bereits im vergangenen Herbst angekündigt worden. Investoren, allen voran Carl Icahn, hatten sich mit ihren Forderungen nach einer Aufspaltung durchgesetzt.

Übernahmekandidat PayPal

Direkt mit dem Börsengang dürfte die PayPal-Aktie anfällig über Übernahmespekulationen sein. Denn wegen seiner guten Marktposition mit über 200 Millionen Mitgliedskonten und dem Zukunftsmarkt Bezahlsysteme dürfte es genügend potenzielle Interessenten geben. Als mögliche Käufer dürften Konzerne wie Google (Google Wallet), Apple (Apple Pay) und die chinesische Alibaba (Alipay) praktisch schon "gesetzt" sein. Entsprechend stark dürfte die PayPal-Aktie schwanken.

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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