Screenshot der Pantaleon-Website

Schweighöfer-Firma Pantaleon – Zahlen ohne Filmriss

Stand: 12.05.2017, 15:07 Uhr

Die Filmfirma von Matthias Schweighöfer hat vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 veröffentlicht. Die Macher der Erfolgsserie „You Are Wanted“ werden nicht nur auf dem roten Teppich, sondern auch an der Börse gefeiert.

Um über sieben Prozent ging es für den Kurs der „Schweighöfer-Aktie“ nach oben. Damit wurde zwar kein neues Rekordhoch erreicht, allerdings konnte das ansonsten volatile Papier nach dem Abbröckeln der vergangenen Monate wieder positiv auf sich aufmerksam machen.

Der Umsatz für das abgelaufene Geschäftsjahr liegt mit 16,3 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahr mit 20,3 Millionen Euro. Pantaleon gibt eine Phasenverschiebung aufgrund eines Filmprojekts, welches erst 2017 Erträge liefern soll, als Grund für den Umsatzrückgang an. Das Ebitda konnte dabei immerhin von 8,8 Millionen Euro auf 9,3 Millionen Euro gesteigert werden.

Pantaflix gestartet – und Verluste vergrößert

Die Video on Demand-Tochter Pantaflix konnte Ende 2016 mit dem globalen Roll-Out beginnen. Pantaleon möchte mit Pantaflix langfristig zu Branchenschwergewichten wie Netflix und Amazon aufschließen.

Aktuell bedeutet das aber vor allem: Investieren. Das lässt sich auch an den Zahlen von Pantaflix ablesen: Minus 1,6 Millionen Euro lautet das Ergebnis vor Steuern (EBT) gegenüber minus 0,5 Millionen Euro für 2015. Laut Pantaleon bewege man sich damit im Rahmen der Erwartungen und will frühestens nächstes Jahr schwarze Zahlen schreiben. Bleibt zu hoffen, dass nach dem Wachstum kein Kater einsetzt.

„You Are Wanted“ unter Top 5 von Amazon

Für den operativen Erfolg von Pantaleon entscheidend war auch die Tatsache, dass mit “You Are Wanted” die erste deutsche Amazon-Serie fulminant eingeschlagen ist und weltweit zu den fünf meist gesehenen Serien auf Amazon Prime Video gehörte. Amazon hatte bereits kurz nach der Veröffentlichung der Serie eine zweite Staffel bestellt.

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Der Streaming-Dienst hat den TV-Markt wohl am meisten umgekrempelt. Mit seinem On-Demand-Angebot von zahlreichen hochwertigen TV-Filmen und -Sendungen wie die Politserie "House of Cards" hat Netflix bereits 100 Millionen Abonnenten weltweit angelockt. Der Konzern macht nicht nur Serien, sondern auch Dokus wie "Chef's Table", Reportagen ("Amanda Knox") und unterhält gar eine eigene Talkshow ("Chelsea"). In Kürze soll die erste weltweite Gameshow "Ultimate Beast Master" starten. Firmenchef Reed Hastings hat große Pläne für seinen Dienst: Bis Ende 2017 will Netflix in 200 Ländern vertreten sein - derzeit sind es noch 50.

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