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Oracle-Bilanz
SAP verhilft Oracle zu Gewinnplus
Der Softwarekonzern Oracle hat einen durchwachsenen Start ins neue Geschäftsjahr hingelegt. Ausgerechnet der Erzrivale SAP hübscht die Bilanz auf. So richtig etwas anzufangen wissen die Investoren mit den Zahlen nicht.
Obwohl Oracle an der Nasdaq nachbörslich zu den meistgehandelten Werten zählte, hat sich die Aktie praktisch kaum bewegt. Allerdings hatten die Titel den Börsentag zuvor mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 32,3 Dollar beendet. Dennoch hat der Softwarekonzern den Aufwärtstrend seit Juni mitgenommen und nähert sich wieder dem höchsten Stand der vergangen zwölf Monate vom November 2011 bei 33,81 Dollar. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 26 Prozent zugelegt.
Die Zahlen zum ersten Geschäftsquartal lockten neue Anleger jedoch bedingt an. Im ersten Geschäftsquartal fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar (6,3 Milliarden Euro).
Im wichtigen Geschäft mit neuen Software-Lizenzen legten die Erlöse dagegen um sechs Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar zu. Allerdings gelang es Oracle, den Gewinn um elf Prozent auf zwei Milliarden Dollar zu steigern. Im Vorjahr hatte der SAP-Konkurrent noch 1,8 Milliarden Dollar verdient.
Das Sparprogramm wirkt, SAP hilft
Der Grund für den verhaltenen Jahresstart sind anhaltende Probleme mit dem Hardwaregeschäft. Es brach um 24 Prozent auf 779 Millionen Dollar ein. Bereits das Ergebnis des vorherigen Geschäftsjahres hatte darunter gelitten. Das angestammte Software-Geschäft glich die Einbußen in der Hardware-Sparte nicht aus. Derzeit versucht Oracle insbesondere das Cloud-Computing-Geschäft auszuweiten.
Dass Oracle unter dem Strich glänzen konnte, hat der US-Konzern ausgerechnet seinem Rivalen SAP zu verdanken. In dem seit mehreren Jahren tobenden Streit um Software-Klau hatte SAP Oracle 306 Millionen Dollar gezahlt. Die Summe fließt nach Angaben von Oracle-Finanzchefin Safra Catz nun in die Bilanz ein.
Stand: 21.09.2012, 08:30 Uhr