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Fußball

BVB-Fans fahnenschwenkend in der Südkurve des Dortmunder Stadions

Starker Fußball, schwache Zahlen

BVB: Oh je statt Olé

Stand: 26.02.2016, 13:25 Uhr

Gestern konnte der BVB seinen souveränen Einzug ins Achtelfinale der Europa League feiern. Die Geschäftszahlen sehen indes wenig sportlich aus.

Gestern standen die Dortmunder Spieler wieder auf dem Rasen - und steckten den FC Porto mit einem 1:0-Auswärtssieg in die Tasche. Keine Überraschung, galt der BVB doch als Favorit.

Trainer Thomas Tuchel war mit der Leistung seiner Mannschaft allerdings nicht zufrieden: "Wir werden uns steigern müssen", kommentierte er nach dem Spiel.

In der Bundesliga verteidigt man indes einen souveränen zweiten Platz - zwar ein gutes Stück entfernt vom deutschen Primus FC Bayern, dafür aber noch weiter weg vom Drittplatzierten Hertha BSC.

Starker Fußball, schwache Zahlen

Weniger erfolgreich sehen dagegen die Geschäftszahlen der Schwarz-Gelben aus. Im Vergleich zum sportlich durchwachsenen Vorjahreszeitrum sanken Ergebnis und EPS: Der BVB verzeichnete einen Verlust von 4,7 Millionen Euro, im Vorjahr hatte man noch 3,7 Millionen Euro verdient. Das Ergebnis je Aktie sank um 0,09 Euro auf 0,04 Euro.

Belastet habe eine Sonderabschreibung auf einen langfristigen, immateriellen Vermögensgegenstand:

Beim Umsatz läuft's

Allerdings konnte sich der BVB über wachsenden Umsatz freuen: Die Erlöse nahmen um knapp zwölf Prozent auf 168 Millionen Euro zu.

Dafür habe es mehrere Gründe gegeben: Die Sponsoring-Einnahmen seien ungebrochen. Die treuen Dortmunder Fans haben wieder 55.000 Dauerkarten erworben. Und kurz vor der Europameisterschaft sei das "Umfeld für kommerziell erfolgreichen Profifußball optimal".

Für das zweite Halbjahr 2015/2016 sieht der Verein daher positiv in die Zukunft. Auch die Anleger sind derzeit - wenn auch äußerst verhalten - positiv gestimmt. Das Papier lag am Mittag knapp 0,7 Prozent im Plus.

Der größte Anteilseigner des BVB ist mit knapp 15 Prozent übrigens das Spezialchemie-Unternehmen Evonik. 60 Prozent der Aktien befinden sich im Streubesitz.

cw

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