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Quartalszahlen

Nintendo: Da geht selbst Super Mario die Energie aus

Stand: 02.02.2016, 11:42 Uhr

Die 90er-Generation bekommt beim Wort "Nintendo" leuchtende Augen - dann werden Erinnerungen an Kart-Rennen mit den Helden Super Mario und Yoshi wach. Das derzeitige Geschäft des "Kultherstellers" sieht allerdings nicht so heldenhaft aus.

Nintendo ist ein Firmen-Mythos, der so viele Menschen aufwärts der 20 zum Strahlen bringt - und doch befindet er sich schon seit langer Zeit im Abwärtsstrudel.

Im laufenden Geschäftsjahr fielen die Umsätze mit 425 Milliarden Yen vier Prozent geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn belief sich auf 40 Milliarden Yen - ein sattes Minus von 32 Prozent.

Schwaches Weihnachtsgeschäft

Der mobilen Konsole 3DS macht beispielsweise das Smartphone zu schaffen. Auf dem gibt es bekanntlich diverse Möglichkeiten, um sich mit Spielen die Zeit zu vertreiben - wozu also extra eine Konsole kaufen?

Im dritten Geschäftsquartal, welches das Weihnachtsgeschäft beinhaltet, sank der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls: Von 45 Milliarden ging der Profit um 35 Prozent runter auf 29 Milliarden Yen (220 Millionen Euro).

Für das laufende Geschäftsjahr, das im März endet, rechnet Nintendo mit einem Umsatz von 570 Milliarden Yen. Der Gewinn pro Aktie soll dann bei 291 Yen liegen, umgerechnet also 2,21 Euro.

Die Klassiker

Grunsätzlich scheint Nintendo auf seine "Evergreens", wie der Konzern seine altbewährten Spiele-Klassiker nennt, zu setzen.

Nintendo will im Februar eine 3DS-Hardware veröffentlichen, auf der Pokemon-Titel vorinstalliert sind. Auch Super-Mario ist wieder als Kassenschlager dabei, dieses Mal bei den Olympischen Spielen in Rio.

Konkurrent Sony durfte sich über sein bisheriges Geschäftsjahr freuen - wenn auch dieser Spieleriese mit seiner Playstation seit längerem in der Krise steckt. Nun kann der Konzern erstmals seit drei Jahren wieder einen Gewinn erwarten.

cw

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Nintendos Geschichte in Bildern

Vom Kartenspiel zum Computergame

Japanische Spielkarten Hanafuda (Blumenkarten)

Hanafuda

Im Jahr 1889 beginnt Fusajiro Yamauchi in Kyoto mit der Herstellung von "Hanafuda" (Blumen-Karten), japanischen Spielkarten. 1902 werden in Japan die ersten Spielkarten nach westlicher Art für den Export produziert.

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