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Protestierende indische Slum-Kinder mit Maggi-Nudeltüten

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Nestlé: Waren's die Nudeln?

Stand: 18.02.2016, 08:06 Uhr

Nicht nur der Maggi-Nudel-Skandal in Indien wurde für Nestlé zum Problem. Dennoch versprechen die Schweizer ihren Aktionären eine höhere Dividende.

"Im Jahr 2015 haben wir ein profitables Wachstum (...) in einem nach wie vor herausfordernden Umfeld erwirtschaftet", so Nestlé-Chef Paul Bulcke.

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Herausgefordert hat Nestlé unter anderem der geringere Umsatz mit Maggi-Nudeln in Indien. Nestlé musste das Produkt fünf Monate aus dem Sortiment nehmen. Es bestanden Vorwürfe, in den Nudeln seien schädliche Stoffe enthalten. Im November konnte Nestlé das Maggi-Produkt wieder auf den Markt bringen.

Ein weiteres Problem war der starke Schweizer Franken, der Nestlé positive Trends zerstörte: So habe sich beispielsweise die operative Marge von 15 Prozent um zehn Basispunkte verbessert - allerdings bei konstanten Wechselkursen. Im Endeffekt schrumpfte die Marge durch Währungseffekte um 20 Basispunkte.

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Der Free Cash Flow des Konzerns lag bei 11,2 Prozent. "Folglich schlagen wir vor, die Dividende zu erhöhen, wie wir es in den vergangenen zwanzig Jahren getan haben", ließ das Unternehmen verlauten. Sie soll nun bei 2,25 Schweizer Franken je Aktie liegen, eine Steigerung um fünf Rappen.

Nestlés Gewinn schrumpfte um 5,4 Milliarden auf 9,1 Milliarden Franken. Das gute Ergebnis im Vorjahr habe allerdings an dem Verkauf eines Teils der L'Oréal-Beteiligung gelegen. Somit sank auch das EPS um 36 Prozent auf 2,9 Franken. Der Umsatz sank um drei Prozent auf 88,8 Milliarden Schweizer Franken.

cw

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