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Rückversicherung

Dividende erhöht

Münchener Rück trotzt allen Stürmen

Stand: 04.02.2016, 09:04 Uhr

Die Münchener Rück bleibt trotz mancher Widrigkeit fest auf Gewinnkurs. Die Aktionäre dürfen sich zudem über eine höher als erwartet ausgefallene Ausschüttung freuen.

Die Gesellschaft gehört ohnehin schon zu den Dividendenkönigen im Dax, jetzt wurde diese Position nochmals gefestigt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 sollen nämlich 8,25 Euro ausgeschüttet werden. Das ist mehr, als im Vorfeld erwartet worden war. Experten hatten im Schnitt mit 8,00 Euro gerechnet. Basierend auf dem Schlusskurs des Vortages ergibt sich damit eine Dividendenrendite von 4,9 Prozent. Im Vorjahr waren 7,75 Euro ausgeschüttet worden.

Münchener Rück: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
160,20
Differenz absolut
-0,90
Differenz relativ
-0,56%

Die erhöhte Ausschüttung zeigt bereits, dass es 2015 im Großen und Ganzen nach Plan gelaufen ist für die MüRü. Der Konzernüberschuss lag im Gesamtjahr bei 3,1 Milliarden Euro und damit fast auf den Punkt genau im Rahmen der Erwartungen. Im Quartal wurden 700 Millionen Euro verdient und Bruttobeiträge von 12,4 Milliarden Euro eingenommen.

Stocksolide Bilanz

Dr. jur. Jörg Schneider

Jörg Schneider, Finanzchef der MüRü. | Bildquelle: Munich Re

Finanzchef Jörg Schneider verweist in seinem Kommentar auf die "stocksolide Bilanz", der die Gesellschaft trotz eines anspruchsvollen Umfeldes das Ergebnis zu verdanken habe. So hielt sich das Resultat aus Kapitalanlagen trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase auf hohem Niveau bei 7,5 nach 8,0 Milliarden Euro im Vorjahr.

Zudem bleibt die Gesellschaft im versicherungstechnischen Kerngeschäft, also vor Berücksichtigung der Ergebnisse aus den Kapitalanlagen, profitabel. Die Schaden-Kosten-Quote lag sowohl in der Erstversicherung (Ergo) als auch in der Rückversicherung unter 100 Prozent. In der Rückversicherung wurde mit 89,7 Prozent sogar eine deutliche Steigerung gegenüber Vorjahr ausgewiesen, als eine Quote von 92,7 Prozent erreicht worden war.

Die MüRü trotzt damit einem derzeit nachgebenden Preisniveau in der Rückversicherung. Geringe Schadenhäufigkeiten und zahlreiche neue Anbieter auf dem Markt drücken derzeit das Preisniveau. Im Fachjargon wird von einem "weichen Markt" gesprochen.

Schaden-Unfall ganz vorne

Unter den einzelnen Segmenten zeigt sich mal wieder die Schaden-Unfall-Rückversicherung als Filetstück der Gesellschaft. Die Sparte trug 2,9 Milliarden Euro zum Ergebnis bei. Dabei zeigt sich auch, dass bei der MüRü Qualität vor Masse geht - eine Strategie, die die Gesellschaft schon seit Jahren fährt. Begünstigt wurde das gute Ergebnis auch durch ein relativ schadenarmens Jahr 2015.

Dr. rer. nat. Torsten Jeworrek

MüRü-Vorstand Torsten Jeworrek. | Bildquelle: Munich Re

Mir der jüngsten Erneuerungsrunde zeigte sich Bereichsvorstand Torsten Jeworrek jedenfalls zufrieden. "Für Kunden, die auf anspruchsvolle Rückversicherungslösungen Wert legen, sind wir eine der bevorzugten Adressen. Unsere Kunden wissen den Mehrwert zu schätzen, den wir ihnen bieten." Zum 1. Januar 2016 stand bei Munich Re etwas mehr als die Hälfte des Nicht-Leben-Rückversicherungsgeschäfts zur Erneuerung an. Das entspricht einem Prämienvolumen von rund 9,1 Mrd. €.

Der Konzern erwartet, dass sich das Marktumfeld auch 2016 nicht wesentlich verändern wird - immer vorausgesetzt, es entstehen keine größeren neuen Schäden. 2015 war die Explosionskatastrophe im chinesischen Hafen Tianjin mit 175 Millionen Euro und ein Dammbruch in Brasilien mit 156 Millionen Euro die größten von Menschenhand verursachten Einzelschäden. Unter den Naturkatastrophen waren starke Regenfälle im Norden Chiles mit 47 Millionen Euro der größte Einzelschaden.

Aktie zuletzt etwas schwächer

Auch die im Dax vertretene MüRü-Aktie konnte sich zuletzt dem negativen Gesamtmarkttrend nicht entziehen und rutschte ab. Allerdings fallen die Schwankungen des Papiers in aller Regel überschaubarer aus, als bei so manch anderem Titel. Wer es also nicht ganz so volatil lieber mag, der ist bei der MüRü-Aktie im Besonderen und bei Versicherungsaktien allgemein besser aufgehoben.

Zur Eröffnung am Donnerstag legt die Aktie kräftig um über vier Prozent zu und liegt damit an der Dax-Spitze.

rm

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Die Dividendenfavoriten 2016

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Axel Springer: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

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Johnson & Johnson: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

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