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Quartalszahlen

Münchener Rück erhöht Dividende

Die Münchener Rück schließt das vierte Quartal mit einem Gewinnsprung ab. Die Aktionäre dürfen sich auf eine kräftige Ausschüttung freuen. Das Papier legt deutlich zu.

Skulptur "Walking Man" vor Munich Re-Gebäude in München

Mit einem Aufschlag von 2,2 Prozent hat sich die Aktie des Rückversicherers an die Dax-Spitze gesetzt. Seit Juni 2012 ist das Papier von weniger als 100 Euro fast bis über die Marke von 140 Euro geklettert. Die frischen Zahlen zeigen, dass die Hoffnungen der Anleger begründet waren. Der Gewinn der Münchener Rück vervierfachte sich im abgelaufenen Jahr auf 3,2 Milliarden Euro.

Im Schnitt hatten von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten für 2012 einen Jahresüberschuss von 3,15 Milliarden Euro erwartet. Finanzvorstand Jörg Schneider hatte Anfang November noch drei Milliarden in Aussicht gestellt. Dem Konzern kam zugute, dass das vergangene Jahr - abgesehen vom Wirbelsturm "Sandy" - von großen Naturkatastrophen weitgehend verschont blieb. Finanzvorstand Jörg Schneider sprach von einer "leicht unterdurchschnittlichen" Schadenbelastung aus Großschäden.

Höhere Dividende, glücklichere Aktionäre

Zugleich steigerte die Münchener Rück den Gewinn aus ihren Kapitalanlagen um 25 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro. Der solide Gewinn gibt dem Management hinreichend Spielraum, um auch die Aktionäre zu beglücken: Die Dividende soll von 6,25 Euro im vergangenen Jahr auf 7,00 Euro steigen. Das ist mehr, als Experten erwartet hatten.

In einem frühen Kommentar schreibt DZ-Bank-Analyst Thorsten Wenzel, die guten Geschäftsergebnisse im Schlussquartal scheinen auf die überraschend umfangreiche Auflösung von Rückstellungen im Wert von 900 Millionen Euro zurückzugehen. Zudem habe Munich Re die Dividenden noch deutlicher als von ihm erwartet erhöht. Wenzel interpretiert das als ein klares Signal für das Vertrauen in die eigene Kapitalbasis und die künftige Gewinnentwicklung des Konzerns.

Erneuerungsrunde abgeschlossen

Bereits gestern hatte der Konkurrent Hannover Rück einen Rekordgewinn für das Jahr 2012 in Aussicht gestellt. Bei der Erneuerungsrunde zum 1. Januar konnten sowohl Hannover Rück als auch Münchener Rück die Preise nur leicht um 0,5 Prozent anheben. Insgesamt stand bei der MüRü etwas mehr als Hälfte des Schaden- und Unfallgeschäfts zur Neuverhandlung mit den Kunden an - ein Prämienvolumen von rund 9,2 Milliarden Euro.

Es sank um 1,5 Prozent auf gut neun Milliarden, weil das Neugeschäft das Volumen der nicht erneuerten Verträge nicht ganz wettmachen konnte. "Die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz bleibt relativ konstant, Kapazität ist ausreichend vorhanden", erklärte Vorstand Torsten Jeworrek. Vor diesem Hintergrund könne die Münchener Rück mit dem Ergebnis zufrieden sein. Ähnlich hatte sich in dieser Woche bereits der kleinere Konkurrent Hannover Rück geäußert.

Stand: 05.02.2013, 11:08 Uhr

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