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Triebwerkshersteller MTU

Spritsparen über den Wolken

Das MDax-Unternehmen will für Flugzeuge neue Flugzeugturbinen entwickeln. Sie sollen deutlich Treibstoff sparen und weniger C02 in die Luft blasen, kündigte MTU auf der Luftfahrtmesse ILA an.

Montage der Niederdruckturbine für das Triebwerk GP7000 bei der MTU Aero Engines in München.

Montage einer Niederdruckturbine bei MTU Aero Engines.

Dem Münchener Triebwerkshersteller schweben deutlich sparsamere Flugzeugturbinen vor. Dabei setzt man sich klare Ziele. Bis zum Jahr 2035 sollen die Turbinen fast ein Drittel weniger Kerosin verbrauchen und ein Drittel weniger C02 ausstoßen, sagte MTU-Vorstandschef Egon Behle auf der Luftfahrtmesse ILA in Schönefeld bei Berlin. Er stellte aber zugleich klar: Dafür müsse man nicht nur an einer Schraube drehen, sondern es müsse eine ganze Reihe von Techniken verbessert werden.

Bereits spritsparende Vorreiter auf dem Markt

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Wie Spritsparen geht, hat MTU bereits beim GTF-Triebwerk des neuen Mittelstrecken-Airbus A320neo gezeigt. Dafür hat das Unternehmen eine Niederdruckturbine entwickelt. Die Motoren des Partners Pratt & Whitney verbrauchen nach Angaben des Unternehmens bereits 15 Prozent weniger Treibstoff als herkömmliche Modelle. Und diese Technologie will MTU weiter ausbauen und weiterentwickeln. Genau wie die Hochdruckkompressoren in Kooperation mit Partnern aus den USA.

Auch was die eigene Entwicklung angeht, hat der Triebwerksbauer klare Ziele. Bis 2020 wolle das Münchener Unternehmen seinen Umsatz nahezu zu verdoppeln, sagte Behle. Für dieses Jahr geht MTU von einem Umsatz in Höhe von 3,3 Milliarden Euro aus. Damit erhofft man sich eine Steigerung von rund 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Konzerngewinn soll 225 Millionen Euro betragen, nach 158 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

Der schwächelnde Euro ist für MTU ein Segen

Allerdings zeigte sich MTU-Chef Behle besorgt über die Eurokrise. Viele europäische Fluggesellschaften müssten deswegen sinkende Gewinne hinnehmen, sagte er dem Nachrichtenmagazin "Focus". Die Münchener profitierten zwar von dem schwächelnden Euro, weil Flugzeugtriebwerke in Dollar verkauft würden. Aber Behle betonte: "Wir profitieren nicht in vollem Umfang. Eine Dollarkurs-Schwankung um zehn Cent beeinflusst unseren Gewinn um sieben Millionen Euro." Ohne Währungssicherung wären es 50 Millionen Euro, sagte der Konzernchef.

Dafür sieht Behle weltweit ein wachsendes Passagieraufkommen. In diesem Jahr habe es sechs Prozent mehr Fluggäste gegeben, berichtete er. Und der MTU-Chef sieht darin einen langfristigen Trend: "Wir erwarten im Durchschnitt der nächsten Jahre fünf Prozent."