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Prognose bestätigt

Metro sorgt für Klarheit

Der Einzelhandelskonzern Metro ist auch im Schlussquartal des letzten Jahres kaum von der Stelle gekommen. Trotzdem hält das Unternehmen an seiner Ergebnisprognose fest. Eine gute Nachricht für die Aktionäre.

Schild mit den Schriftzügen von Media Markt und Saturn aufgenommen vor der Firmenzentrale

Schild mit den Schriftzügen von Media Markt und Saturn aufgenommen vor der Firmenzentrale

Das Papier gewinnt gleich zu Handelsbeginn 1,8 Prozent zu und ist damit der beste Wert im MDax. Vorbörslich notierte die Aktie noch deutlich im Minus, nachdem sie bereits im vergangenen Jahr knapp 16 Prozent an Wert eingebüßt hat.

Grund für die Freude der Anleger ist offenbar die Bestätigung von Metro-Chef Olaf Koch, das im Oktober gesenkte Ziel eines operativen Ergebnisses von zwei Milliarden Euro im Jahr 2012 trotz mauer Umsatzzahlen tatsächlich erreichen zu können - und erklärte, sie umfasse auch den Verkauf von Immobilien in Frankreich.

Erlöse kommen nicht vom Fleck

Denn selbst im Schlussquartal ist Metro bei den Erlösen kaum vom Fleck gekommen. Von Oktober bis Dezember stieg der Umsatz nur um bescheidene 0,5 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Morgen mitteilte. Damit hat Metro die Erwartungen der Analysten knapp verfehlt. Sie waren von Erlösen von rund 19,62 Milliarden Euro ausgegangen.

Metro ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
24.72
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Auch im Gesamtjahr schaffte Metro nur einen äußerst bescheidenen Umsatzzuwachs von 1,2 Prozent auf 66,7 Milliarden Euro. Der Konzern leidet nach eigenen Angaben unter der Konsumzurückhaltung vieler Verbraucher, vor allem in den Krisen geschüttelten Ländern Süd- und Südosteuropas. Im vierten Quartal hätten sich die Marktbedingungen noch einmal verschärft, sagte Metro-Chef Olaf Koch mit Blick auf das schleppende Weihnachtsgeschäft. Koch hatte angekündigt, den Umsatz in seinem ersten Amtsjahr steigern zu wollen.

Dennoch hält Metro an seinen bereits im Oktober gesenkten Ergebnisziel fest. Damals hatte Koch das Ziel eines Ebit vor Sonderfaktoren von rund 2,3 Milliarden Euro auf rund zwei Milliarden Euro zurückgenommen.

Rückzug aus China

Nach den Gerüchten der vergangenen Woche bestätigte nun auch das Unternehmen selbst, dass sich die Elektronikmarkttochter Media-Saturn aus China zurückziehen wird. Metro habe entschieden, die "Geschäftstätigkeit von Media-Saturn in China nicht fortzuführen und entsprechende bilanzielle Vorsorge zu treffen", so das Unternehmen.

Damit setzt Metro seinen Rückzug aus den Auslandsmärkten fort. Erst im November hatte der von der Haniel-Familie dominierte Handelskonzern das Osteuropa-Geschäft seiner Tochter Real an den französischen Konkurrenten Auchan verkauft, für 1,1 Milliarden Euro.