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Aktien

Verluste bei Loewe

Aktie vom Xetra-Handel ausgesetzt

Loewe kämpft ums nackte Überleben

Dem TV-Hersteller geht allmählich die Puste aus. Jetzt gibt es für Loewe-Aktionäre eine neue Hiobsbotschaft. Die Verluste des Konzerns haben mehr als die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt. Das Unternehmen aus Franken zieht die Reißleine und kündigt eine Kapitalherabsetzung an.

Daraufhin brachen die Papiere im außerbörslichen Handel um fast 18 Prozent ein. Im Xetra-Handel wurden die Papiere vorübergehend ausgesetzt. Schon seit Jahren hat das Unternehmen, das vor allem hochpreisige Geräte anbietet, Probleme.

Nun steht dem Elektronik-Konzern mit Sitz im fränkischen Kronach das Wasser bis zum Hals. Dass ein Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals aufgelaufen ist, gilt im Aktienrecht als Kriterium für Überschuldung, die zur Insolvenz führen kann. Bereits im April hatte Loewe auf seine missliche Lage hingewiesen und deshalb die heute eigentlich anstehende Hauptversammlung verschoben. Nun steht ein neuer Termin, und zwar werden die Aktionäre stattdesssen am 31. Juli eingeladen.

Die Aktien sollen zusammengelegt werden

Dort will der Loewe-Vorstand nach Aussagen des Unternehmens "zum Ausgleich der eingetretenen Verluste und Wertminderungen eine vereinfachte Kapitalherabsetzung vorschlagen". Dabei will das Unternehmen das Grundkapital auf 3,2 Millionen Euro herabsetzen. Im Grunde wird damit in den Büchern nur das nachvollzogen, was ohnehin schon verloren gegangen ist. Zudem sollen die Aktien im Verhältnis vier zu eins zusammengelegt werden.

Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen nach eigenen Aussagen an einer Kapitalerhöhung, durch die der Gesellschaft frisches Geld zugeführt werden soll. Dafür suchen die Franken auch nach neuen Investoren.  

Der Xetra-Handel ist mittlerweile wieder aufgenommen. Das Papier schwankt stark und liegt aktuell rund 18 Prozent im Minus.

um

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