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Libor: Deutsche Bank bekommt Vorladung von US-Justiz

Die Ermittlungen rund um den Libor-Skandal gehen in eine neue Runde: Nun haben die Staatsanwälte der US-Staaten New York und Connecticut sieben Banken vorgeladen. Darunter ist auch der deutsche Branchenprimus.

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Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, haben die Geldhäuser in den vergangenen Wochen ein entsprechendes Schreiben von den US-Behörden bekommen. Dazu zählen Insidern zufolge neben der Deutschen Bank auch JP Morgan, Barclays, die Royal Bank of Scotland und HSBC. Zuvor waren bereits die schweizerische UBS und Citigroup vorgeladen worden. Die Staatsanwälte Eric Schneiderman aus New York und George Jepsen aus Connecticut beschäftigen sich schon seit Monaten mit der Libor-Affäre und führen ihre Ermittlungen durch.

Gab es geheime Absprachen?

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Offenbar wollen die Ermittler nun die Kommunikation zwischen den Managern analysieren um herauszubekommen, ob es tatsächlich geheime Absprachen gab. Seit 2005 sollen die Großbanken versucht haben, den Libor-Satz zu manipulieren.


Ähnlich wie in den USA befasst sich auch in England bereits ein Untersuchungsausschuss des Londoner Parlaments mit der Aufklärung des Skandals. Genauso prüft in Deutschland die Finanzaufsicht BaFin, ob die Deutsche Bank genügend Vorkehrungen getroffen hat, um eine solche Manipulationen zu unterbinden.

"Kein systematisches Fehlverhalten"

Wie die Deutsche Bank in einem Zwischenbericht angab, kooperiert sie mit diesen Ermittlungsbehörden. Zwei Mitarbeiter habe sie wegen der Affäre bereits suspendiert, aber bei einer internen Untersuchung kein systematisches Fehlverhalten in der Führungsetage feststellen können.


"Das ist zwar eine alte Geschichte, aber dass die Dinge in den USA nun in Bewegung zu kommen scheinen, dürfte sich leicht negativ auf die Aktie der Deutschen Bank auswirken", merkte ein Händler an. Der Dax-Titel verbucht in einem uninspirierten Gesamtmarkt einen leichten Abschlag von 0,1 Prozent.

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