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Immer tiefer in die roten Zahlen

Kontron: Anleger leiden gehörig mit

Der Minicomputer-Hersteller Kontron aus dem TecDax ist 2012 wegen Firmenwertabschreibungen und anhaltendem Margendruck operativ tief in die Verlustzone gerutscht. Das zieht die Aktie in Mitleidenschaft.

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Kein schöner Tag für Kontron-Aktionäre

Bereits nach Bekanntwerden der Zahlen am Freitagabend reagierten die Anleger missmutig und schickten die Aktie von Kontron auf Talfahrt. Das Wertpapier büßte über vier Prozent ein. Und dieser Trend setzt sich heute fort: Das Wertpapier bricht zu Beginn des Handels um über sechs Prozent ein und liegt damit am TecDax-Ende.

Der operative Verlust von rund 32 Millionen Euro dürfte bei den Investoren schlecht ankommen, kommentierte Andreas Lipkow, Händler bei Kliegel & Hafner. Der Verlust sei deutlich höher ausgefallen als befürchtet, ergänzte Analystin Yasmin Moschitz von der Commerzbank. Ein Jahr zuvor hatte die im TecDax notierte Firma noch ein operatives Ergebnis von plus 34,1 Millionen Euro erwirtschaftet.

Der Umsatz liegt im Zielkorridor
Ein bedeutender Teil der Verluste resultiere aus Abschreibungen auf Firmenwerte in Höhe von rund 19 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Auf Anfrage von boerse.ARD.de wollte das Management zu diesen Abschreibungen keine Details geben. Erklären lassen sie sich wie folgt: Unternehmen zahlen bei der Übernahme einer Firma oft mehr, als diese zu dem Zeitpunkt wert ist, müssen diesen Aufschlag aber eventuell später abschreiben.

Zusätzlich sei das Ergebnis im vierten Quartal durch Einmaleffekte und anhaltenden Margendruck beeinflusst worden. Bereits im dritten Quartal rutschte Kontron bei einem leichten Umsatzrückgang auf 131 Millionen Euro in die roten Zahlen. Das Betriebsergebnis (Ebit) lag bei einem Minus von 13,3 Millionen Euro und fiel höher aus als von Analysten erwartet.

Kontron: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
4.09
Differenz absolut
-0.02
Differenz relativ
-0.39%

Kein Wunder, dass auch der Umsatz im Gesamtjahr nach vorläufigen Berechnungen von 589,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 547 Millionen Euro zurückgegangen ist. Damit liegen die Zahlen in der zuletzt gesenkten Spanne von 540 bis 555 Millionen Euro. Kontron leidet unter dem Sparkurs der öffentlichen Hand. Denn in verschiedenen Geschäftsbereichen hat das Unternehmen Kunden, die ihre Gelder zum Beispiel von Bund, Ländern und Kommunen beziehen. Die detaillierten Zahlen für 2012 will das bayerische Unternehmen am 21. März vorlegen.