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Elektroautomobile

Tesla X SUV

Hinter eigenen Zielen zurück geblieben

Kommt Tesla mit der Produktion nicht hinterher?

Stand: 04.01.2016, 11:10 Uhr

Während andere Unternehmen mit ihrem Absatz zu kämpfen haben, kämpft Tesla mit seiner Auslieferung. Möchte man das Model S oder X in seiner Garage parken, sollte man es also nicht allzu eilig haben.

Wer den Tesla-SUV Model X sein Eigen nennen möchte, muss etwas Geduld mitbringen: "Die Auslieferung von neuen Bestellungen erfolgt voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte von 2016." Diese Ankündigung ist auf der deutschen Webseite von Tesla zu finden.

Tesla Model S

Tesla Model S. | Bildquelle: Unternehmen

Seit September ist der SUV im Handel. Doch bisher rollten nur 208 Autos vom Band. Auch für das Model S wird auf der deutschen Webpräsenz ausführlich dargelegt, dass sich der voraussichtliche Liefertermin "durchaus mehrmals (...) ändern kann", da eine "genaue Planung des Auslieferungstermins relativ schwierig ist".

Weniger Wagen als erhofft

In den vergangenen drei Monaten hatte Tesla insgesamt 17.400 Fahrzeuge geliefert. Angepeilt hatte der US-Konzern allerdings 19.000 Fabrikate.

Immerhin: Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Kalifornier die Auslieferung des Model S um 75 Prozent steigern. Auch die Produktion des Model X wurde zum Jahresende auf 238 Wagen pro Woche hochgeschraubt.

Insgesamt waren 50.500 Wagen vom Band gerollt. Allerdings hatte Tesla bereits im November die erwarteten Auslieferungen von 55.000 auf 50.000 gesenkt. Ein Problem, leiden durch die langen Wartezeiten doch die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens und die Nerven der Konsumenten.

Großes Minus

Im dritten Quartal hatte der US-Autobauer einen Verlust von 230 Millionen Dollar - und damit das größte Minus seit zwei Jahren - verbucht. Der Umsatz stieg indes um zehn Prozent auf 937 Millionen Dollar.

Für das Ergebnis waren unter anderem die Kosten für die Entwicklung von "Model 3" verantwortlich. Tesla möchte mit Model 3 in etwa zwei Jahren den Massenmarkt erobern. Bisher kosten die Wagen um die 70.000 Dollar - ein unerschwinglicher Preis für Otto Normalverbraucher.

Öl und "Dieselgate"

Doch nicht nur die Wartezeiten, auch der derzeit niedrige Ölpreis könnte Tesla zu schaffen machen. Der könnte manch einem Autofahrer die Investition in ein Elektroauto weniger schmackhaft erscheinen lassen.

Tesla-Chef Elon Musk hoffte indes bereits im November auf den "VW-Effekt". Aus dem Skandal könne ein kurzfristiger Nutzen für die Elektroautobauer entstehen, so der Firmenvorstand.

cw

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Tesla Model 3

Tesla Model 3

Solchen Hype erzeugt sonst nur Apple mit neuen iPhones: Unter brausendem Applaus enthüllt Tesla-Chef Elon Musk das Auto, mit dem er den Massenmarkt erobern will. Das „Model 3“ ist ein Fünfsitzer, der in der Basisvariante eine Reichweite von gut 345 Kilometern hat und sich in sechs Sekunden von null auf 60 Meilen (knapp 97 Kilometer) pro Stunde beschleunigen lässt.

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