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CTS Eventim-Screenshot und Logo

CTS-Aktie auf Talfahrt

Kartellamt ermittelt gegen CTS Eventim

Stand: 23.02.2015, 11:38 Uhr

Das Bundeskartellamt hat ein Prüfverfahren gegen den im SDax notierten Ticket-Händler CTS Eventim eingeleitet. Das schmeckt der Börse gar nicht, die Aktie rauscht am Montagmorgen in die Tiefe.

Rund 15 Prozent ging es in den ersten Handelsminuten abwärts für das im Kleinwerte-Index SDax notierte Papier, es fiel bis auf 23,45 Euro, konnte das Kursminus dann aber auf fünf Prozent eindämmen. Die Kursentwicklung im bisherigen Jahresverlauf relativiert das Ganze, die Aktie war vorige Woche auf ein Rekordhoch von 28,50 Euro gestiegen, das Kursplus betrug in diesem Jahr 15 Prozent.

Ein Sprecher der Behörde in Bonn hatte einen Bericht der "Welt am Sonntag" bestätigt und sprach von einem "Kartellverwaltungsverfahren", das bereits seit einigen Wochen laufe. Man untersuche, ob der Eintrittskartenhändler aus Bremen seine Marktmacht missbrauche. Eventim war Nachrichtenagenturen zufolge für eine Stellungnahme vorerst nicht erreichbar.

Der Behördensprecher sagte, es würden verschiedene Geschäftspraktiken auf ihre kartellrechtliche Zulässigkeit überprüft. Dazu stehe das Kartellamt in Kontakt mit dem Unternehmen und habe von diesem bereits Unterlagen erhalten. Im nächsten Schritt werde die Behörde "weitere Marktteilnehmer" kontaktieren und Informationen erbitten.

Fragenkatalog für Schulenberg

Laut "Welt am Sonntag" waren "Informationen aus Fusionen in der Vergangenheit" Auslöser des Verfahrens gegen eine der wichtigsten Firmen im deutschen Showgeschäft. Die Wettbewerbsprüfer wollten nun Ticketdienstleister, Veranstalter und Veranstaltungsstätten befragen.

Klaus-Peter Schulenberg, CEO CTS Eventim

CTS Eventim CEO Klaus-Peter Schulenberg. | Quelle: picture-alliance/dpa

Der Vorstandsvorsitzende Klaus-Peter Schulenberg habe als Reaktion auf einen Fragenkatalog der Zeitung über seinen Anwalt mitteilen lassen, die vorgelegten Fragen beruhten auf ganz oder teilweise falschen Behauptungen, enthielten "Halbwahrheiten" oder verdrehten die Fakten.

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