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Industrie

Weitere Prognoseanhebung möglich

Jungheinrich stapelt tief

Stand: 03.06.2014, 08:36 Uhr

Der Gapelstapler-Hersteller freut sich über weiter pralle Auftragsbücher. Dass die eigene Vorgabe für das laufende Geschäftsjahr nach guten ersten fünf Monaten noch einmal angehoben werden könnte, scheint nur eine Frage der Zeit zu sein.

Jungheinrich-Gabelstapler

Jungheinrich-Gabelstapler. | Quelle: picture-alliance/dpa

Er wolle "nicht ausschließen", dass man die Prognose bei einem weiterhin guten Geschäftsverlauf noch einmal anheben werde, so der Vorstandschef des SDax-Unternehmens Hans-Georg Frey im Interview mit der "Börsen-Zeitung" (Dienstagsausgabe).

Seit Jahresbeginn hat die Nummer drei der Gapelstapler-Branche hinter Toyota und der ehemaligen Linde-Sparte Kion offenbar keine Sorgen. Die ersten fünf Monate seien "sehr gut gelaufen". Dabei sorgt auch die Ukraine-Krise nicht für Probleme, mit einem Umsatzvolumen von rund zehn Millionen Euro sei das Engagement dort ohnehin gering. In Russland spüre man derzeit allerdings einen deutlichen Rückgang des Neugeschäfts.

"Ehrgeizige Ziele"

Dass Jungheinrich noch nicht die "ganze Wahrheit" über sein derzeitiges Geschäftspotenzial kundgetan hat, deutete Frey im Gespräch mit der Zeitung nur an: "Wir haben intern ehrgeizige Ziele, über die wir aber nicht öffentlich sprechen".

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Öffentlich gemacht werden könnte demnächst aber die neue Prognose, die die zweite Anhebung binnen kurzer Zeit wäre. Erst Anfang Mai hatte sich Jungheinrich für das laufende Jahr höhere Ziele gesteckt. So soll nun ein Umsatz von 2,4 bis 2,5 Milliarden Euro und ein Betriebsergebnis zwischen 175 und 180 Millionen Euro erreicht werden. Mittelfristig seien aber Erlöse von mindestens drei Milliarden Euro angepeilt, so Frey gegenüber der Zeitung.

Das Wachstum soll aber im wesentlichen organisch, das heißt ohne größere Zukäufe, erreicht werden. Akquisitionen seien nur vorstellbar um eigene Technologien "abzurunden". Um das von Frey geforderte "schnellere Wachstum" zu erreichen, dürfte Jungheinrich dann regional stärker expandieren wollen.

Aktie noch ohne Schwung

Die Aktie reagierte am Morgen mit leichten Zuwächsen bereits im vorbörslichen Handel. Anleger warten seit Monaten allerdings eher ab. Das Jahreshoch bei 58 Euro stammt aus dem Februar, zurzeit notiert die Jungheinrich zwischen 52 und 53 Euro.

AB

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