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Kräftiger Gewinnsprung in Q4

JPMorgan sagt "Danke, Ben"

Weltweit haben 2012 die US-amerikanischen Institute die Erholung im Bankensektor angeführt. Auch die neuen Zahlen von JPMorgan Chase sehen viel versprechend aus. Fed-Chef Ben Bernanke ist daran nicht ganz unschuldig.

Im Rahmen ihres im September 2012 gestarteten Programms kauft die Fed monatlich mit Hypotheken besicherte Wertpapiere für 40 Milliarden Dollar auf. Damit will sie die Hypothekenaufnahme erleichtern und so die laufende Erholung auf dem Immobilienmarkt unterstützen.

Tatsächlich zeigte der Fed-Einsatz Wirkung, die USA erleben derzeit einen regelrechten Boom bei der Neuaufnahme von Hypotheken. Einer der natürlichen Gewinner dieses Prozesses sind natürlich die Banken.

Gewinnsprung in Q4

JPMorgan Chase: Kursverlauf am Börsenplatz Nyse für den Zeitraum Intraday
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JPMorgan Chase: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Bei JPMorgan schoss der Gewinn des für Hypotheken zuständigen Geschäftsbereichs im vierten Quartal 2012 auf stolze 418 Millionen Dollar in die Höhe. Das geht aus dem am Mittwoch vor US-Börseneröffnung vorgelegten Quartalsbericht hervor. Vor einem Jahr hatte diese Sparte noch einen Verlust von 269 Millionen Dollar eingefahren.

Insgesamt kletterte der Gewinn im vierten Quartal auf 5,69 Milliarden Dollar in die Höhe von 3,73 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Dank der Erholung am US-Häusermarkt konnte die Vorsorge für Kreditausfälle um 55 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar gedrückt werden.

Besser als gedacht

Je Aktie lag das Ergebnis (EPS) bei 1,39 Dollar – und damit deutlich über der durchschnittlichen Analystenprognose von 1,16 Dollar. Die Einnahmen bezifferte die Bank hingegen auf 24,4 Milliarden Dollar und lag damit im Rahmen der Analystenerwartungen.

Im Gesamtjahr 2012 steigerte JPMorgan den Nettogewinn um 12,1 Prozent in die Höhe auf 21,3 Milliarden Dollar. Damit war 2012 das dritte Jahr in Folge, in dem JPMorgan Chase Rekordwerte beim Gewinn einfahren konnte, wie Bankchef Jamie Dimon bei Präsentation der Zahlen stolz hervorhob.

"Armer" Jamie Dimon?

Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase (Quelle: Unternehmen)

Dimon hatte allerdings einen ganz persönlichen Rückschlag zu verschmerzen: Trotz des Rekordergebnisses wurde ihm das Gehalt halbiert und betrug "nur" noch 11,5 Millionen Dollar. Schuld daran war ein spektakulärer Handelsskandal.

Der unter diesem Spitznamen "Wal von London" bekannte Händler Bruno Iksil hatte der Bank im ersten Halbjahr einen Spekulationsverlust von 5,8 Milliarden Dollar sowie einen schwer bezifferbaren, aber äußerst dramatischen Imageschaden beschert.

Wichtiger Widerstand im Blick

Angesichts des positiven Zahlenwerks verblüfft die erste Börsenreaktion dann doch: Papiere von JPMorgan verlieren im vorbörslichen US-Handel 0,7 Prozent. Dies dürfte jedoch einem "Sell on good news" beziehungsweise einer technischen Korrektur geschuldet sein. Erst am Vortag hatte die JPMorgan-Aktie nach einer rasanten Rally bei 46,47 Dollar ein Acht-Monats-Hoch markiert.

Anleger sollten nun allerdings wachsam sein, ob es der JPMorgan-Aktie heute oder an den kommenden Handelstagen gelingt, den Widerstand bei 46,47/46,49 Dollar zu knacken. Falls nicht, könnte sich nämlich auf Basis der Hochpunkte von April und Januar ein Doppel-Top, eine klassische charttechnische Umkehrformation, im Chart abzeichnen. Für diesen Fall müssten sich Anleger auf eine ausgedehnte Korrektur einstellen.