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VW-Chef Matthias Müller am 10. 1202015 auf der Pressekonferenz in Wolfsburg

Büro des VW-Chefs durchsucht

Jetzt gerät auch Müller ins Visier

Stand: 19.03.2017, 13:40 Uhr

Im Zuge der Razzia bei Audi ist einem Zeitungsbericht zufolge zufolge auch das Büro von Volkswagen-Chef Matthias Müller von der Staatsanwaltschaft durchsucht worden.

Dabei hätten die Ermittler in seinem Wolfsburger Büro Unterlagen zu Audi beschlagnahmt, berichtet die "Bild am Sonntag". Konzernchef Müller, der Aufsichtsratsvorsitzender bei der VW-Tochter Audi ist, werde aber ebenso wenig wie Audi-Chef Rupert Stadler als Beschuldigter in der Aufarbeitung der Abgasaffäre geführt. Volkswagen lehnte eine Stellungnahme ab. Bei der Staatsanwaltschaft war niemand zu erreichen.

Im Sekretariat Müllers beschlagnahmten die Ermittler laut "BamS" Schriftverkehr zu Audi. Aus den Unterlagen erhofften sich die Staatsanwälte Erkenntnisse, ob und wann Aufsichtsräte und Vorstände bei Audi von den illegalen Praktiken wussten oder gar an ihnen aktiv mitwirkten.

Betrugsverdacht in den USA

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Die Staatsanwaltschaft München II hatte am Mittwoch mit rund 100 Ermittlern bei Audi in Ingolstadt und Neckarsulm, bei VW in Wolfsburg und an weiteren Orten zahlreiche Büroräume durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt. Auch die US-Kanzlei Jones Day, die im Herbst 2015 von VW mit der Aufarbeitung des Skandals beauftragt worden war, wurde durchsucht. Die Justiz ermittelt gegen Unbekannt wegen Betrugsverdacht beim Verkauf von rund 80.000 Dieselfahrzeugen in den USA.

Dem Zeitungsbericht zufolge haben die Ermittler 47 Konzernmitarbeiter aufgelistet, die zur Aufklärung beitragen könnten. Darunter befinde sich neben Müller auch Stadler. Bei ihnen suchten sie gezielt nach Hinweisen zum Abgasskandal, etwa Terminkalender, Notizbücher und Speicherkarten von Smartphones.

"Es muss Ruhe einkehren"

Vor allem für Stadler kommen die Untersuchungen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Ermittler kamen am Mittwoch nur wenige Stunden bevor der Manager die Bilanz für 2016 und den neuen Kurs nach der Abgasaffäre präsentieren wollte. Dem Manager wird intern zur Last gelegt, dass er bei der Aufarbeitung keine glückliche Figur abgegeben habe. "Es muss irgendwann Ruhe einkehren", zitierte die "Automobilwoche" ein Audi-Aufsichtsratsmitglied. Mit Stadler an der Spitze sei das kaum zu schaffen.

rtr

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