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Volle Kraft voraus! IPO-Pipeline international

Credit Suisse Bankgebäude in Zürich

Credit Suisse

Noch größer wäre es bei der Credit Suisse, die einen Teil-Börsengang ihres Schweizer Geschäfts in Auge gefasst hat. Er könnte zwei bis vier Milliarden Franken einbringen. Angepeilt war als Termin ursprünglich die zweite Jahreshälfte 2017. Doch inzwischen ruderte CEO Tidjane Thiam zurück: "Das Teil-IPO ist weniger notwendig als noch vor 18 Monaten." Insidern zufolge denkt man nun eher an eine Kapitalerhöhung.

Volle Kraft voraus! IPO-Pipeline international

Credit Suisse Bankgebäude in Zürich

Credit Suisse

Noch größer wäre es bei der Credit Suisse, die einen Teil-Börsengang ihres Schweizer Geschäfts in Auge gefasst hat. Er könnte zwei bis vier Milliarden Franken einbringen. Angepeilt war als Termin ursprünglich die zweite Jahreshälfte 2017. Doch inzwischen ruderte CEO Tidjane Thiam zurück: "Das Teil-IPO ist weniger notwendig als noch vor 18 Monaten." Insidern zufolge denkt man nun eher an eine Kapitalerhöhung.

Snapchat Geister-Logo flieht aus gelbem App-Icon auf einem Smartphone-Display

Snap (Snapchat)

Auf dem amerikanischen Markt ist noch größeres Gedränge. Das Börsenjahr 2017 scheint vor allem ein guter Jahrgang für Technologie-Börsengänge zu werden. Snapchat fungierte als Türöffner. Auch wenn die Aktie bisher eher mäßig lief.

Snap Inc.: Kursverlauf am Börsenplatz Nyse für den Zeitraum 3 Monate

Snap Inc.

Der Ausgabepreis lag bei 17 Dollar, die Erstnotiz war noch vielversprechend mit 24 Dollar an der NYSE. Doch derzeit kostet sie wieder unter 20 Dollar. Eine JPMorgan-Analyse verschreckte Anleger jüngst: Die Investmentbank senkte das Kursziel von 20 auf 18 Dollar.

Mulesoft-Logo

Mulesoft

Erfolgreich dagegen das Börsendebüt eines anderen Techinologie-Unternehmens: das von Mulesoft, ein Software-Unternehmen. Mithilfe dieser Software können Firmen ihre Netzwerke schneller und effizienter machen, indem verschiedene Daten, Geräte und Anwendungen automatisch integriert werden.

Mulesoft: Kursverlauf am Börsenplatz Nyse für den Zeitraum 3 Monate

Mulesoft

Das Börsendebüt war geradezu furios: Zeitweise schoss der Kurs um bis zu 50 Prozent in die Höhe. Der Ausgabepreis lag bei 17 Dollar. Ende Mai ein Rekordhoch von 29 Dollar. Das könnte andere Tech-Konzerne mutig machen, auch den Schritt zu wagen. Etliche Unicorns, also Technologiefirmen wie Uber oder Airbnb stehen in den Startlöchern.

Spotify-Logo und zwei schwarze Ohrhörer

Spotify

So wird beim Musik-Streaming-Dienst Spotify immer wieder über einen Börsengang spekuliert. Insider sprachen davon, dass es Mitte des Jahres soweit sein könnte. Von einem Listing in New York war die Rede. Wie so oft gibt sich der schwedische Musikstreaming-Dienst auch jetzt uninteressiert. Firmen-Mitgründer Marin Lorentzon sagte im Interview: Wir brauchen kein Geld. Berichte über einen Börsengang seien komplett aus der Luft gegriffen. Seine Firma relativierte jedoch: Ein Börsengang bleibe eine Option.

Smartphone mit Dropbox-Logo

Dropbox

Auf den richtigen Moment scheint auch Dropbox-Chef Drew Houston noch zu warten. Der Anbieter von Speicherplatz in der Internet-Cloud macht wie einige seiner Kollegen derzeit auf "flexibel". Gerüchten zufolge soll es aber 2017 so weit sein.

Screenshot aus airbnb-Werbespot zum Super-Bowl 2017

Airbnb

Auch bei privaten Vermittler von Unterkünften gibt es Gerüchte, dass der Börsengang 2017 angsteht. Airbnb ist laut Medienberichten bereits dabei, vorbörslich Investoren für die Expansion des Unternehmens anzuwerben. CEO Brian Chesky gab im Interview im März zumindest zu, dass man sich die Sache zumindest überlege.

Uber-App neben einer Taxi-App auf einem Smartphone

Uber

Auch Uber könnte den Sprung aufs Parkett 2017 wagen. Auf rund 68 Milliarden Dollar wird der Börsenwert des US-Fahrdienstvermittlers taxiert, der derweil noch rote Zahlen schreibt. Eher bremsend für den IPO-Prozess: Der Uber-Finanzchef verließ jetzt die Firma.

Smartphone mit Pinterest-App

Pinterest

Pinterest ist einer der heißesten Startups des Silicon Valley. Das Unternehmen hat gerade bei Investoren Geld eingesammelt, 150 Millionen dollar. Somit es das Unternehmen jetzt mit 12,3 Milliarden Dollar bewertet – deutlich mehr als die 11 Milliarden 2015. Manche sagen, durch die neue Geld-Runde könnten sich die IPO-Pläne verzögern. Andere glauben, es könnte jetzt Richtung Going Public gehen.

Vice Media-Logo

Vice Media

Das Medienportal Vice Media gilt ebenfalls als Börsenkandidat. Das Unternehmen, das als alternatives Kulturmagazin begann und zum Neue-Medien-Koloss aufstieg, arbeitet offenbar an einer neuen Finanzierungsrunde. Dadurch würde ihm ein Marktwert von mehr als fünf Milliarden Dollar zugestanden – eine Milliarde mehr als bei der letzten Runde 2015.

Avalara-Logo

Avalara

Auch Avalara steckt offenbar in den Vorbereitungen - ein Software-Unternehmen, das auf Steuer-Programme spezialisiert ist. Ende Dezember gingen hier Meldungen um, dass Avalara auf einen konkreten IPO-Termin im ersten Quartal hinarbeitet. Der Termin ist ja nun vorbei. Aber ein neues Indiz gibt es: IPO-Experte Raj Singh verstärkt das Team von Avalara neuerdings.

AppDynamics-Logo

AppDynamics

Eigentlich wollte auch der US-Softwarekonzern AppDynamics an die Börse. Der Börsengang stand sogar unmittelbar bevor. Doch US-Netzwerkausrüster Cisco schnappte sich AppDynamics kurz vorher und blätterte dafür rund 3,7 Milliarden US-Dollar (3,4 Milliarden Euro) hin. Das Unternehmen hatte bei seinem IPO einen Marktwert von gut 1,7 Milliarden Dollar angestrebt.

AXA-Schild vor dunklen Wolken

US-Tochter von AXA

Der US-Markt ist auch für die Europäer interessant. So plant etwa der französische Versicherer Axa, seine US-Tochter in der ersten Hälfte 2018 an die Börse zu bringen. Durch die Platzierung eines Minderheitsanteils am Lebnsversicherungs- und Vermögensverwaltungsgeschäft in den USA erhofft sich Axa mehr finanzielle Flexibilität. Das Geld kann man gut in anderen Sparten einsetzen.

Smartphone mit Didi Chuxing-Logo und Taxixschild im Hintergrund

Didi Chuxing

Selbst die Chinesen zieht es nach Amerika. So plant der chinesische Uber-Rivale angeblich einen Börsengang in New York. Das Unternehmen wurde bei der letzten Finanzierungsrunde insgesamt mit 26 Milliarden Dollar bewertet. Apple ist mit einer Milliarde eingestiegen. Der Anteil läge damit bei rund vier Prozent. Jetzt arbeitet Didi auch mit Uber zusammen. Didi übernimmt in seinem Heimatmarkt China die Aktivitäten des US-Konkurrenten. Im Gegenzug erhalten Uber und seine chinesischen Partner demnach einen 20-Prozent-Anteil an Didi.
Mehr zum Thema: Wird Didi das neue Alibaba?

Allied Irish Banks AIB

Allied Irish Banks (AIB)

Auch in Europa stehen einige Börsengänge an. In Irland gar einer der größten Europas. Der der Ex-Krisenbank Allied Irish Banks, die während der Finanzkrise verstaatlicht worden war. Die Aktien kommen zu 4,40 Euro auf den Markt - sie werden in der Mitte der Preisspanne zugeteilt.

Mehr zum Thema: Verstaatlichte Bank soll zurück an die Börse

Raiffeisen Polbank-Schild

Raiffeisen Bank Polska

Nicht ganz glücklich mit dem Investoreninteresse ist die österreichische Raiffeisen Bank International, die ihre polnische Tochter Raiffeisen Bank Polska an die Börse bringen will. Angestrebt ist eine Notiz von 15 Prozent an der Warschauer Börse. Doch jüngst haben die Österreicher das Vorhaben mangels Investoreninteresses auf unbestimmte Zeit verschoben.

Balta Group Logo

Balta Group

Der belgische Teppichhersteller Balta Group steht kurz vor dem Börsengang an der Euronext in Brüssel, der laut Reuters bis zu 264 Millionen Euro bringen soll. Die Aktien sollen in einer bis zum 13. Juli laufenden Angebotsfrist in einer Spanne von 13,25-16,00 Euro auf den angebotent werden. Nach Abschluss des Börsengangs soll damit eine Marktkapitalisierung von 476 bis 545 Millionen Euro.

ALD Automotive

ALD Automotive

Die französische Großbank Société Générale bringt ihre Auto-Leasingsparte ALD Automotive an die Börse. Verkauft werden bis zu 23 Prozent der Anteile, die Bank will bis zu 1,6 Milliarden Euro einsammeln. ALD Automotive verwaltet 1,4 Millionen Leasingwagen verschiedener Marken - überwiegend Firmen-Fuhrparks - und sieht sich als Markführer in Europa. Der Preis für die Aktien, die in einer Spanne von 14,20 Euro bis 17,40 Euro angeboten werden, soll am 15. Juni festgelegt werden.

Mavi-Shop in Berlin

Mavi

In der Türkei zieht es Mavi an die Börse - der Jeans- und Textilhersteller sagte jüngst im Interview: Jetzt sei der optimale Zeitpunkt. Einen genauen Termin gibt es noch nicht. Voraussichtlich Anfang Juni soll es weitere Informationen geben.

Canonical

Canonical

Der Ubuntu-Hersteller Canonical feilt ebenfalls bereits am Börsengang. Firmengründer Mark Shuttleworth bestätigt entsprechende Pläne. Dafür musste er unprofitable Bereiche seiner Firma schließen. So erklären sich die Einstellung der Entwicklung von Ubuntu Phone sowie die jüngsten Entlassungen.

Ant Financial

Ant Financial

Die chinesische Handelsplattform Alibaba hat einen Börsengang der Tochter Ant Financial in Planung. Allerdings verzögert er sich. Frühestens Ende 2018 vielleicht auch erst im Jahr darauf ist damit zu rechnen, wie die "Financial Times" aus Banker-Kreisen hörte.

Maschine der Pilatus Aircraft Ltd

Pilatus Aircraft Ltd

Dem Schweizer Flugzeughersteller Pilatus werden auch Absichten Richtung Börsengang nachgesagt. Doch der dementiert die Gerüchte. "Da ist nichts dran. Null. Nichts", sagte Verwaltungsratspräsident Oscar Schwenk in einem Bericht der "Handelszeitung".

MDM Group Logo

MDM Group

Die Schweizer MDM Group nimmt dagegen Kurs auf die Börse. Die Stiftung Warentest warnte vor der bisherigen Möglichkeit, über so genannte Nachrangdarlehen in das Unternehmen zu invstieren. Doch in Zukunft soll es eben auch Aktien des Unternehmens geben.

Börse Riad, Saudi Arabien

Saudi Aramco

Aus der Ölbranche deutet sich ein IPO der Superlative an: Der saudische Ölgigant Aramco wird für einen Börsengang fit gemacht. Der Börsengang könnte auf einem internationalen Handelsplatz stattfinden - die Rede war schon von New York und London - oder aber in Saudi-Arabien selbst. Den Gesamtwert des Unternehmens schätzen Analysten auf eine Billion Dollar oder mehr. Möglicherweise werden aber erst einmal nur fünf Prozent des Aktienkapitals an die Börse gebracht.

Mehr zum Thema: Deutsche Bank bei Aramco-IPO an Bord?

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