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Gebeutelter Chip-Gigant

Intel sucht Auswege

Die PC-Verkäufe sinken und das belastet auch den US-amerikanischen Halbleiterhersteller Intel. Der gebeutelte Konzern hofft auf eine Trendwende. Danach sah es im vierten Quartal aber nicht aus.

Intel Xeon E7 Prozessor Wafer und Logo (Quelle: Unternehmen | Montage: boerse.ARD.de)

Schrumpfende Gewinne und Erlöse machten Intel schwer zu schaffen.

Denn immer weniger Kunden können sich für Tischrechner und Notebooks begeistern. Entsprechend mau fiel bei dem weltgrößten Halbleiter-Konzern Intel das vierte Quartal aus: Der Umsatz schrumpfte im Jahresvergleich um drei Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn brach sogar um 27 Prozent ein, auf 2,5 Milliarden Dollar.

Die Geschäftszahlen wurden wenige Minuten vor Börsenschluss in New York herausgegeben und gaben der Aktie Auftrieb: Das Papier legte knapp drei Prozent zu, büßte seine Gewinne nachbörslich aber wieder ein.

Den Gewinneinbruch führt Intel-Chef Paul Otellini auf ein "herausforderndes Umfeld" zurück. Die wahre Herausforderung ist für Intel, im boomenden Geschäft mit Smartphones und Tablets Fuß zu fassen. Dort konnte sich die britische Konkurrenz ARM mit ihren stromsparenden Chips etablieren, während das kalifornische Unternehmen Intel mit seinen Prozessoren den PC-Markt dominiert.

Das PC-Geschäft schwächelt

Intel: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr
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Gerade damit musste das Unternehmen aus Santa Clara sogar Umsatzeinbußen von sechs Prozent verkraften. Besser lief das Geschäft mit Chips für Speichersysteme und große Firmenrechner: Hier legten die Erlöse um vier Prozent zu. Denn dort ist nicht größtmögliche Sparsamkeit gefragt, sondern Leistung.

Dass Intel im wichtigen Weihnachtsquartal in die Röhre sehen würde, war allerdings vorherzusehen. Angesichts der Tatsache, dass immer weniger PCs über die Verkaufstresen wanderten. Die Marktforschungsfirma Gartner errechnete ein Minus von fast fünf Prozent auf 90,3 Millionen Notebooks und Desktops.

Eine "Welle von Intel-Innovationen" geplant

Auch auf Jahressicht kämpfte Intel mit einem schrumpfenden Umsatz. Im laufenden Jahr hofft der Chip-Gigant jedoch auf eine Trendwende und will die Welt der mobilen Geräte für sich erobern. Inzwischen gibt es erste Smartphones, die mit einem stromsparenden Atom-Chip von Intel laufen, etwa Motorolas Razr-i. In der Zukunft sieht Intel-Chef Ottelini eine "Welle von Intel-Innovationen" über die Computer-Branche schwappen.