Seitenueberschrift

Aktien

Umsatzprognose gesenkt

Intel hat ein (Wachstums-)Problem

Schlechte Nachrichten aus der Hightech-Welt: Der schrumpfende Absatz von PCs hat Intel hart getroffen. Der weltgrößte Chiphersteller erlitt im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch und musste die Jahresprognose senken. Die Anleger sind entsetzt.

Intel geht für das laufende Jahr nur noch von stagnierenden Umsätzen aus. Bisher hatte der Chip-Konzern noch ein leichtes Wachstum in Aussicht gestellt.

Gewinneinbruch im zweiten Quartal

Die Abkehr der Verbraucher von traditionellen PCs macht dem US-Konzern aus dem kalifornischen Santa Clara schwer zu schaffen. Im zweiten Quartal schrumpfte der Umsatz um fünf Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn stürzte um 29 Prozent ab auf zwei Millionen Dollar. Die Analysten-Erwartungen wurden verfehlt.

Intel: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr
Kurs
19.56
Differenz absolut
0.20
Differenz relativ
+1.04%

Weltweit ging die Nachfrage nach PCs im zweiten Quartal um elf Prozent zurück. Viele Verbraucher kauften sich lieber ein Tablet oder ein Smartphone. Zudem sei der Bedarf in China geringer gewesen gedacht, sagte Finanzvorstand Stacy Smith auf CNBC.

Smartphone-Trend verschlafen

Bei den neuen mobilen Geräten ist der Chipkonzern noch schwach vertreten. Hier hat der britische Entwickler ARM die Nase vorn.

Für den neuen Konzernchef Brian Krzanich hat deshalb die Entwicklung von Chips für mobile Geräte die höchste Priorität. Die "Atom"-Serie soll noch schneller vorangetrieben werden.

Aktien unter Druck

Die Anleger reagieren ernüchtert auf die Zahlen und den Ausblick von Intel. Die Aktie des Chip-Giganten gibt nachbörslich um vier Prozent nach. Im Sog von Intel fallen vorbörslich auch andere Chip-Werte wie die Titel von Infineon.

nb

Darstellung: