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Konjunktur

Ifo-Geschäftsklimaindex

Zeichen für konjunkturelle Besserung

Ifo-Geschäftsklima - das Tüpfelchen auf dem i

Stand: 26.01.2015, 10:50 Uhr

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen ist sehr gut, wie das Ifo-Geschäftsklima verrät. Ein Signal für die konjunkturelle Wende zum Besseren. Für die Finanzmärkte ist es das i-Tüpfelchen der guten Laune.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Januar bereits zum dritten Mal in Folge und legte von 105,5 auf 106,7 Punkte zu, wie das Ifo-Institut in München am Montag mitteilte. "Die Unternehmen waren merklich zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Zudem blicken sie wieder mehrheitlich optimistisch auf die kommende Entwicklung. Die deutsche Wirtschaft startet gut ins neue Jahr", sagte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Fachleute hatten angesichts der niedrigen Ölpreise und des zuletzt schwachen Euro mit dem Plus gerechnet. Doch fiel der Index sogar noch etwas besser aus als erwartet. Die Stimmung dürfte sich sogar in Zukunft noch weiter verbessern. Denn die Entscheidung der EZB für den umstrittenen Ankauf von Staatsanleihen oder die Wahl in Griechenland spielte für dieser Befragung, die allmonatlich in 7.000 Unternehmen durchgeführt wird, noch keine Rolle.

Börsen im Ausnahmezustand

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Das Ifo-Geschäftsklima hat an den Börsen Gewicht. Es ist so etwas wie das Stimmungsbild der deutschen Manager und signalisiert, wie sich die deutsche Wirtschaft weiter entwickelt. Doch der Dax ist in Erwartung der Billionen-Geldspritze der EZB ohnehin in euphorischer Stimmung, da kann der Ifo-Index nicht mehr viel Extra-Kraft entfalten. Die Börse ist so euphorisch, dass sie alles Negative ausblendet - selbst die Unsicherheit nach der Griechenlandwahl - und allein auf die künstliche Liquidität setzt. Die Rally hört gar nicht mehr auf, der Dax schafft es gar auf einen neuen Rekord, klettert über 10.740 Punkte.

bs

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