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Letzte Vorabmeldung der FTD
ICE-Debakel kommt Siemens teuer zu stehen
Die erneuten Lieferverzögerungen bei ICE-Zügen an die Deutsche Bahn kosten Siemens der "Financial Times Deutschland" zufolge eine Menge Geld. Sogar die Jahresprognose könnte in Gefahr geraten.
Allein im laufenden Quartal des jüngst begonnenen Geschäftsjahres liegen die Belastungen laut der Zeitung bei 60 bis 100 Millionen Euro. Siemens wollte den Bericht am Donnerstag nicht kommentieren. In den kommenden Quartalen könnten die Kosten weiter steigen, berichtet das Blatt in seiner letzten Ausgabe unter Berufung auf Unternehmenskreise.
Vor zwei Wochen hatte Siemens die Lieferung der 16 Züge wegen Softwareproblemen auf unbestimmte Zeit verschoben. Ursprünglich sollten die Züge bereits 2011 ausgeliefert werden.
Jahresprognose in Gefahr?
Einem von der "FTD" zitierten Insider zufolge könnte das Problem sogar die Jahresprognose von Siemens gefährden, wenn der Konzern die Mängel nicht in den Griff bekomme. Siemens hatte bei der Bilanzvorlage Anfang November für das seit Oktober laufende Geschäftsjahr 2012/13 einen Nettogewinn aus fortgeführtem Geschäft von 4,5 bis 5,0 Milliarden Euro angekündigt.
Vor zwei Wochen dann musste die Auslieferung der ICE-Züge an die Deutsche Bahn verschoben werden. Sie sollten eigentlich als Ersatzflotte mit Beginn des Winterfahrplans am 9. Dezember eingesetzt werden.
Die Anleger lassen sich von dem Bericht nicht beeindrucken. Im Gegenteil. Die Siemens-Aktie notiert vorbörslich leicht im Plus.
Stand: 07.12.2012, 08:42 Uhr