Erster Neuzugang für Scale IBU-tec plant IPO

Stand: 20.03.2017, 15:15 Uhr

Der erste Börsengang im neuen Segment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse zeichnet sich ab. Der Chemiekonzern IBU-tec aus Weimar plant zum 30. März seinen Börsengang.

Bis zu 1.000.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung sowie 60.000 Aktien aus dem Besitz eines Minderheitsaltaktionärs sollen zwischen dem 21. und 27. März zur Zeichnung angeboten werden. Die Zeichnungsfrist endet dabei um 15 Uhr für Privatanleger und um 17 Uhr für institutionelle Investoren. Weiterhin wird eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) von bis zu 150.000 Aktien aus dem Besitz eines Altaktionärs zur Verfügung gestellt. Die Preisspanne zur Zeichnung liegt bei 16,00 Euro bis 20,00 Euro. Die Erstnotiz ist für den 30. März geplant.

Lange Halteverpflichtungen für Altaktionäre

Die Altaktionäre haben sich zu langen Haltefristen verpflichtet (Lock-up), insgesamt zwischen 30 und 93 Monaten. IBU-tec verspricht sich das Grundkapital mit dem Börsengang um eine Million Euro auf insgesamt vier Millionen Euro zu erhöhen. Der Börsengang von IBU-tec wird von der ICF Bank begleitet.

Materialverbesserung als Schwerpunkt

IBU-tec bezeichnet sich selbst als "Forschungs- und Produktionsdienstleister für anorganische Stoffe". Dabei arbeiten die Weimarer aus Basis thermischer Verfahren mit Drehrohöfen an der Verbesserung von Materialeigenschaften. Diese Technologie lässt IBU-tec mit Unternehmen der Automobil- und Batteriebranche zusammenarbeiten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung von Seltenen Erden und die Entwicklung und Produktion von Baustoffen mit reduziertem CO2-Gehalt.

Investitionen in Wachstum

Aus der Börsengang erwartet das rund 150 Mitarbeiter starke Unternehmen Mittel von brutto bis zu 18 Millionen Euro. Die Weimarer wollen das eingesammelte Geld in zukünftiges Wachstum investieren. Dabei hat sich das Unternehmen die Branchen E-Mobilität, Katalysatoren und dezentrale Energiespeicherung ausgesucht. Hier wird eine große Chance auf Wachstum gesehen.

Von 2014 bis 2016 ist der Umsatz jährlich um durchschnittlich 19 Prozent gewachsen. Letztes Jahr ergab das einen Umsatz von 17,7 Millionen Euro bei einem Ebit von 4,1 Millionen Euro. Damit liegt die Ebit-Marge bei 23 Prozent.

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