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Neue Bestmarken
Hugo Boss will Konkurrenz 2013 überholen
Der Bekleidungshersteller drückt aufs Tempo. In den vergangenen Monaten hat das Unternehmen sein Wachstum beschleunigen können und neue Rekordmarken gemeldet. Der MDax-Wert hat sein Zwischentief offenbar überwunden.
Hugo Boss-Modell
Hugo Boss hat im vierten Quartal Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 607 Millionen Euro, das Nettogewinn um 30 Prozent auf 70 Millionen Euro. Auch im Gesamtjahr gab es kräftige Steigerungen. Eine ungebrochen starke Nachfrage nach den Anzügen und Accessoires des Edelschneiders trieb den Umsatz 2012 um zehn Prozent auf 2,3 Milliarden Euro nach oben. Das Vorsteuerergebnis legte um 13 Prozent auf 529 Millionen Euro zu, wie der vom Finanzinvestor Permira kontrollierte Konzern mitteilte. Das war mehr als Analysten erwartet hatten. Unter dem Strich verdiente Hugo Boss nach Anteilen Dritter 307 Millionen Euro und damit acht Prozent mehr als im Vorjahr.
"2013 stärker als der Gesamtmarkt wachsen"
"Die positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2012 hat uns unseren mittelfristigen Zielen einen großen Schritt näher gebracht", erklärte Unternehmenschef Claus-Dietrich Lahrs. "Ich bin trotz des weiterhin anspruchsvollen Marktumfelds überzeugt, dass wir auch 2013 stärker als der Gesamtmarkt wachsen werden". Zu den Steigerungen hätten alle Regionen und Vertriebskanäle beigetragen, hieß es. Hugo Boss setzt zunehmend auf eigene Filialen und hat seine Kosten spürbar gesenkt. Die endgültigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2012 und den Ausblick auf das Jahr 2013 wird der Konzern am 14. März 2013 veröffentlichen.
Zwischentief überwunden?
Der MDax-Titel ist auf dem besten Weg zur alten Stärke. Im vergangenen April stand die Aktie bei 89,35 Euro. Dann rutschte sie auf 65,75 Euro ab und hat sich seit Herbst wieder nach oben gearbeitet. Zu Handelsbeginn führte die Aktie zunächst die Gewinner im MDax an. Aktuell machen die Anleger Kasse. Die Schweizer UBS hat Boss zum Kauf empfohlen und das Kursziel von 84 auf 96 Euro angehoben. Analyst Fred Speirs bezeichnet die Titel "als weiterhin mittelfristig interessante Anlagemöglichkeit". LBBW-Analyst Bernd Müll wertet die Zahlen "leicht positiv" und sieht Anzeichen dafür, dass "unter anderem in China die Nachfrage nach Hugo Boss Artikeln wieder gestiegen sein dürfte".
Stand: 08.02.2013, 09:00 Uhr