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Konsumgüter

Wella Haar-Model

Konkurrenz bevorzugt?

Henkel droht leer auszugehen

Stand: 16.06.2015, 07:37 Uhr

Der Konsumgüter-Konzern Henkel muss sich möglicherweise bald nach neuen Übernahmezielen umsehen. Die Dax-Aktie hat teure Übernahmen aber sowieso nicht nötig.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, steht der Konsumgüterriese Procter & Gamble vor dem Verkauf mehrerer Geschäftsbereiche an den US-Konzern Coty. Der Kaufpreis soll bei bis zu zwölf Milliarden Dollar liegen. Reuters beruft sich dabei auf Insider. Coty habe demnach die anderen Interessenten für die Sparten Haarpflege, Duftstoffe und Kosmetik überboten. Laut dem Bericht ist die Transaktion aber noch nicht in trockenen Tüchern.

Für die Haarpflegesparte Wella gilt Henkel als ein Interessent, der bereits ein verbindliches Angebot abgegeben haben soll. Allerdings scheint die Hoffnung des Unternehmens sowieso begrenzt zu sein, sich auch tatsächlich durchzusetzen. Bereits am vergangenen Wochenende hatte Henkel-Chef Kasper Rorsted die Erwartungen auf eine Übernahme von Wella gedämpft.

Henkel braucht Wella eigentlich nicht

Eine solchen Schritt haben die Düsseldorfer eigentlich nicht nötig. Denn Rorsted hat es seit seinem Amtsantritt geschafft, die Ergebnismarge kräftig nach oben zu schrauben. Die im Dax notierten Henkel-Vorzugsaktien haben sich seit 2008 fast vervierfacht. Zuletzt erreichten sie im April bei 115,70 Euro ein Allzeithoch. Wella wiederum gilt nicht als sonderlich margenstark.

Henkel selbst überzeugte die Börse in den vergangenen Jahren meistens mit sehr hohen freien Cash-Flows. Das bedeutet, dass das operative Geschäft deutlich höhere Barmittel erwirtschaftete, als für Investitionen nötig waren. Diese Barmittel kann ein Unternehmen dann zum Beispiel für Dividenden oder Aktienrückkäufe verwenden.

ME

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