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Lebensmittel

Kraft Foods-Produkte und Heinz Ketchup-Flasche

Mit Hilfe von Warren Buffett

Kraft und Heinz werden eins

Stand: 25.03.2015, 11:48 Uhr

In der Lebensmittelindustrie entsteht gerade ein neuer Riese: Der zuletzt angeschlagene Kraft-Konzern wird mit dem Ketchup-Hersteller Heinz verschmolzen. Es entsteht die weltweite Nummer fünf der Branche.

Es ist ein Deal ganz nach dem Geschmack des legendären Investors Warren Buffett: zwei der beiden größten Lebensmittelkonzerne der Welt zu einer noch größeren Einheit zu verschmelzen und dabei einen beträchtlichen Gewinn einzustreichen.

Nachdem die Beteiligungsgesellschaft von Warren Buffett, Berkshire Hathaway, und die brasilianische Private-Equity-Firma 3G vor zwei Jahren bereits den Ketchup-Macher Heinz gekauft hatten, übernehmen sie nun Kraft Foods und verschmelzen beide Unternehmen zum drittgrößten Lebensmittelkonzern der USA und zur weltweiten Nummer fünf.

Sonderdividende für Kraft-Aktionäre

Der neue Konzern wird nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von 28 Milliarden Dollar erreichen. Davon dürften allein von den acht bekanntesten Marken Erlöse von einer Milliarde Dollar und mehr erwirtschaftet werden. Die Produktpalette umfasst Erfrischungsgetränke, Kaffee, Käse, tiefgekühlte Produkte und weitere Lebensmittel. Bekannte Marken sind Kraft, Velveeta, Maxwell House, Oscar Mayer, Planters und JELL-O. In Europa fungiert Kraft Foods seit Oktober 2012 unter dem Kunstnamen Mondelez. Zu den bekannten Produkten hierzulande gehören Milka-Schokolade oder Philadelphia-Käse.

Für die Aktionäre des zuletzt schwächelnden Kraft-Konzerns ist die Fusion ein gutes Geschäft: Sie erhalten eine Sonderdividende von 16,50 Dollar. Wegen Übernahmespekulationen waren die Aktien von Kraft im nachbörslichen New Yorker Handel bereits um bis zu 16 Prozent gestiegen.

Heinz-Aktionäre halten die Mehrheit

Der Anteil der Kraft-Aktionäre an dem fusionierten Konzern wird 49 Prozent betragen. Die Heinz-Aktionäre sollen 51 Prozent der Anteile an der neuen Kraft Heinz Company halten. Um Kraft Foods wieder auf die Beine zu bringen, wollen Berkshire Hathaway and 3G Capital zehn Milliarden Dollar investieren. Die Investoren erhoffen sich zudem von der Fusion jährliche Einsparungen von 1,5 Milliarden Dollar bis einschließlich 2017. Wieviele Arbeitsplätze dabei wegfallen, sagte der Konzern nicht.

In die roten Zahlen gerutscht

2014 hatte Kraft mit schleppendem Umsatz und sinkenden Gewinnen zu kämpfen. Im vierten Quartal rutschte der Konzern sogar in die roten Zahlen und verkündete einen Verlust von 398 Millionen Dollar. Im gleichen Quartal des Vorjahres hatte Kraft noch einen Gewinn von 931 Millionen erwirtschaftet.

Daraufhin haben Ende Februar mehrere Vorstände, darunter der Finanzchef Teri List-Stoll, das Unternehmen verlassen. Dabei war List-Stoll gerade 50 Tage im Amt. Seit Bekanntgabe der Quartalsverluste und der Umwälzungen im Vorstand ist die Aktie um knapp zehn Prozent gefallen - bis sie im nachbörslichen Handel in New York in der vergangenen Nacht wieder einen Sprung nach oben machte.

lg

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Warren Buffett mag Solides, er kauft sich nur bei Unternehmen ein, deren Geschäftsmodell er auf Anhieb versteht. Coca-Cola etwa oder Walmart. Wie man aus Coca-Cola Kapital schlägt, entdeckte der kleine Buffett schon im Alter von sechs Jahren. Er kaufte ein Coca-Cola-Sixpack für 25 Cent - und verkaufte die einzelnen Flaschen für fünf Cent das Stück.

Später entdeckte er dann seine Liebe für die Aktie: Zwischen 1988 und 1989 kaufte Buffett mehr als eine Milliarde Aktien des Erfrischungsgetränkeherstellers. Damals hielt man ihn an der Wall Street für komplett verrückt, im Nachhinein hat sich das Coca-Cola-Investment als wunderbare "Cash-Cow" erwiesen. Der stetig wachsende Dividendenfluss des Brausegiganten sucht seinesgleichen.
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