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Baustoffe

Ein Arbeiter geht an aufgestapelten Zementsäcken vorbei

Hanson für Börsengang angemeldet

HeidelCement macht die Tochter flügge

HeidelbergCement treibt die Trennung von seiner Tochter Hanson Building Products voran. Der Baustoffkonzern will sich dabei alle Türen offenhalten, und trifft sogar Vorbereitungen für einen möglichen Börsengang des Bauproduktegeschäfts.

Börsengang statt Verkauf? Das ist durchaus eine Option für HeidelbergCement. Der Dax-Konzern hat seine Tochter Hanson Building Products für eine Notierung an der Wall Street bei der US- Börsenaufsicht SEC beantragt. Konkrete Details wie die Zahl der auszugebenden Aktien und den Preis haben die Heidelberger aber noch nicht festgelegt. Denn die Option, den Bereich direkt an einen Investor zu verkaufen, werde weiter verfolgt, sagte ein Sprecher.

Im Tochterunternehmen ist das Geschäft mit Baustoffen in Nordamerika und Großbritannien gebündelt. Konkret handelt es sich um Randgeschäfte, die die Heidelberger 2007 beim Kauf des britischen Baustoffkonzerns Hanson mit übernommen hatten. Dazu gehören Anlagen zur Herstellung von Beton- und Lehmbauprodukten – darunter Bauziegel oder Betonröhren – samt Vertriebsnetzen in den USA, Kanada und Großbritannien.

Geld für weitere Zukäufe

Konzernchef Bernd Scheifele hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, bei der Trennung von der Sparte zweigleisig vorgehen zu wollen – also gleichzeitig direkte Verkaufsverhandlungen zu führen und als Alternative einen Börsengang vorzubereiten. Scheifele hofft, so den Preis nach oben zu treiben. Laut Analysten könnte die Sparte ein bis 1,5 Milliarden Euro einbringen. In diesem Monat soll die aktive Verkaufsphase beginnen. Zur Jahreswende könnte die Transaktion abgeschlossen sein.

HeidelCement könnte das Geld gut brauchen. Dann hätte der drittgrößte Baustoffkonzern nach Lafarge und Holcim mehr finanzielle Mittel, um den beiden großen Konkurrenten Geschäfte abzukaufen. Die beiden Rivalen wollen sich zusammenschließen. Sie müssen aber einen Teil ihrer Aktivitäten abgeben, damit die Kartellbehörden die Fusion genehmigen.

bs

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