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Automobile

Das Logo von BMW

100-jähriges Jubiläum

Happy birthday, BMW!

Stand: 07.03.2016, 07:40 Uhr

Zu seinem 100. Geburtstag präsentiert sich der BMW-Konzern als der führende Premium-Autobauer weltweit. Angefangen hat alles ganz anders, wie der Blick in die wechselvolle BMW-Geschichte zeigt.

BMW-Logo von 1917

BMW-Logo von 1917. | Bildquelle: Unternehmen

Wahrscheinlich nicht jeder, der heute einen BMW fährt, weiß, dass die Wurzeln des bayerischen Autobauers eigentlich im Bau von Flugmotoren liegen. Die Gesellschaft entwickelte sich sowohl aus den von Karl Rapp 1913 gegründeten Motorenwerken, die während des Ersten Weltkrieges bereits mit dem Bau von Luftschiffmotoren beschäftigt waren, sowie aus den Bayerischen Flugzeugwerken (BFW). Dessen Vorgängerunternehmen, die Otto-Flugzeugwerke, war am 7. März 1916 registriert worden, weshalb das Gründungsdatum auf diesen Tag fällt.

Vom Flugmotorenbauer zum größten Premium-Autohersteller

Aktuell erinnert nicht mehr viel an die Wurzeln des Unternehmens als Flugmotorenbauer (wenn man mal vom Logo mit dem stilisierten Propeller absieht, das es bereits seit 1917 gibt). Der BMW-Konzern ist mittlerweile einer der ganz großen Automobilhersteller und gilt als Premium-Hersteller. Ein Weltkonzern mit 121.316 Mitarbeitern und einem Umsatz von 67,2 Milliarden Euro (per 30.9.2015).

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Für das Gesamtjahr 2015 erwartet der Vorstand um den seit letztem Jahr amtierenden Harald Krüger, das Vorjahresergebnis deutlich zu übertreffen. 1,64 Millionen Fahrzeuge wurden in den ersten neun Monaten 2015 abgesetzt. Und auch im neuen Jahr 2016 ist der Konzern auf gutem Weg. Im Januar wurden die Verkäufe gegenüber dem Vormonat um 7,5 Prozent auf 152.879 Einheiten gesteigert. Der Motorrad-Absatz legte sogar um 19,6 Prozent auf 7,488 Maschinen zu. Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell rund 43,6 Milliarden Euro. Die BMW-Stammaktie ist fester Bestandteil im Dax.

Wechselvolle Geschichte

Stefan Quandt und Susanne Klatten

Stefan Quandt und Susanne Klatten. | Bildquelle: picture alliance / dpa, Montage: boerse.ARD.de

Zahlen und Fakten, hinter denen nach 100 Jahren eine wechselvolle deutsche Geschichte steht. Denn wie viele andere Industrieunternehmen repräsentiert BMW ein unverzichtbares Stück deutscher Industriegeschichte - mit allen Höhen und Tiefen. 100 Jahre BMW - das war erfinderische und unternehmerische Genialität, aber auch Skrupellosigkeit während der NS-Zeit, in der BMW als Flugmotorenbauer eine wichtige Rolle in Hitlers Kriegsplänen spielte.

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ARD-Börse: 100 Jahre BMW - wie hat sich die Aktie entwickelt?

Nicht zu vergessen: BMW ist mehrheitlich in Familienbesitz. Die Nachkommen von Herbert Quandt, seine beiden Kinder Stefan und Susanne, halten heute über 60 Prozent der Stammaktien. Quandt war 1959 bei BMW eingestiegen, als es dem Unternehmen schlecht ging - sein wohl größter Coup überhaupt. Es ist eine der größten privaten Industriebeteiligungen in Deutschland und das Kernstück des Quandt-Imperiums. Auch in der Historie der Quandts spiegelt sich beispielhaft die jüngere deutsche Industriegeschichte.

Gehen Sie in den beigefügten Galerien auf BMW-Spurensuche - von der Gründung im Ersten Weltkrieg bis hin zu den aktuellen Neuheiten des Autojahres 2016!

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100 Jahre BMW

Vom Propellermotor zum SUV-Flitzer

BMW: Otto-Werke

Otto-Werke

Die Wurzeln des bayerischen Autobauers liegen eigentlich im Bau von Flugmotoren. Die Gesellschaft entwickelte sich sowohl aus den von Karl Rapp 1913 gegründeten Motorenwerken, die während des Ersten Weltkrieges bereits mit dem Bau von Luftschiffmotoren beschäftigt waren, sowie aus den Bayerischen Flugzeugwerken (BFW). 1917 änderten die Motorenwerke ihren Namen zunächst in BMW GmbH und ab 1918 in BMW AG. BMW-Großaktionär Camillo Castiglioni, ein italienisch-österreichischer Industrieller, verließ BMW und wechselte 1922 zu den BFW, wobei er die Namensrechte mitsamt Logo behielt. Die Flugzeugwerke waren benannt nach Gründer Gustav Otto, einem Sohn des Motorenkonstrukteurs Nikolaus Otto. 1922 erfolgte der Umzug nach München, wo auch heute noch das Stammwerk und die Konzernzentrale angesiedelt sind.

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