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Transport

Containerschiff Tsingtao Express von Hapag-Lloyd

Fünf Cent Gewinn

Hapag-Lloyd - es ist vollbracht

Stand: 06.11.2015, 17:51 Uhr

Jahrelang galt das Transport- und Logistikunternehmen Hapag-Lloyd als Börsenkandidat. Immer wieder wurde es nichts. Doch nun ist es soweit: Die Hapag-Lloyd-Aktie kann an der Börse gehandelt werden.

Der erste Kurs an der Börse lag bei 20,05 Euro und damit fünf Cent über dem Ausgabepreis. Erstzeichner verbuchten damit ein Plus 0,25 Prozent. Bis zum Ende des elektronischen Handels konnte die Aktie ihre Gewinne etwas ausbauen: sie schloss bei 20,21 Euro.

Bis zum heutigen Tag waren die Bemühungen des Hamburger Unternehmens, es endlich an die Börse zu schaffen, ziemlich holprig verlaufen. Zunächst hatte die Preisspanne, in der die Investoren Aktien ordern konnten, zwischen 23 bis 29 Euro gelegen.

Doch die erhoffte Resonanz hatte sich nicht eingestellt. Letztlich mussten die Papiere für 20 bis 22 Euro angeboten und die Zeichnungsfrist um eine Woche verlängert werden. Trotz dieser massiven Zugeständnisse reichte es für die angebotenen 15,2 Millionen Aktien nur für das untere Ende der Preisspanne.

Großaktionäre halten zu Hapag-Lloyd

Tui
Tui: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Am Erlös für Hapag-Lloyd hat sich dennoch nichts geändert. Um trotz des gesenkten Preises auf die erhofften 265 Millionen Euro zu kommen, hat die Reederei mehr neue Aktien ausgegeben. Das Emissionsvolumen lag allerdings nur noch bei maximal 304 Millionen Euro, weil Großaktionär Tui weniger Aktien auf den Markt warf als geplant. Der Reisekonzern würde nach Ausübung des Greenshoes 10,65 Prozent der Aktien halten. Sollte die Mehrzuteilungsreserve dagegen nicht platziert weren, läge der Anteil bei 13,9 Prozent.

Ein Fünftel der Aktien nahmen allein die beiden Großaktionäre, Klaus-Michael Kühne und die chilenische Reederei CSAV, ab. Hapag-Lloyd will von dem Geld Schiffe und Container kaufen.

ME

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