Hurrikan Maria

Maria sprengt auch das Budget von Talanx Hannover Rück stellt Gewinnziel in Frage

Stand: 21.09.2017, 08:07 Uhr

Die Schäden durch die Hurrikane Harvey und Irma liegen noch im Rahmen der kalkulierten Belastungen der Hannover Rück. Maria aber sprengt das Schadenbudget. Der Rückversicherer setzt daher ein Fragezeichen hinter seine Jahresziele - ebenso Mutter-Konzern Talanx.

Diese Hurrikan-Saison ist besonders heftig. Die Versicherungsindustrie kann die Schäden aus diesen Naturkatastrophen noch nicht genau bestimmen. Aber die Hannover Rück geht davon aus, das die Summe von 825 Millionen Euro, die sie für Großschäden in diesem Jahr angesetzt hat, nicht ausreicht. Für die Hurrikane "Harvey" und "Irma" hat das Geld wohl gerade so gereicht. "Allerdings könnten die jüngsten Naturkatastrophen Hurrikan "Maria" und das Erdbeben in Mexiko - zu denen noch keine detaillierten Schadenmeldungen vorliegen - zu weiteren substanziellen Belastungen führen, die das Großschadenbudget übersteigen würden", teilt der Versicherer aus dem MDax heute Morgen mit.

Damit ist auch das Gewinnziel der Hannover Rück gefährdet. Angestrebt war ein Konzernjahresergebnis von mehr als einer Milliarde Euro. Das wird nun "möglicherweise" nicht erreicht, so der MDax-Konzern. Die Dividende soll aber - zumindest aus heutiger Sicht - auf Vorjahreshöhe bleiben.

Talanx zweifelt ebenfalls

Die Gewinnwarnung der Hannover Rück wirkt sich auch auf den Mutter-Konzern Talanx aus, dem gut 50 Prozent der Hannover Rück gehören und der normalerweise gut an der Tochter verdient. Doch jetzt zweifelt auch Deutschlands drittgrößter Versicherungskonzern an seinem Gewinnziel von rund 850 Millionen Euro.

Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück hatte vereits vor einer Woche - nach "Irma" - sein Gewinnziel in Zweifel gezogen.

bs

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