Seitenueberschrift
ProSiebenSat1-Aktie am MDax-Ende
Großaktionäre verdienen mit Aktienverkauf Millionen
Die Finanzinvestoren KKR und Permira sind Großaktionäre bei dem Medienkonzern ProSiebenSat1. Nun haben sie große Aktienpakete auf den Markt geworfen und damit der Aktie von ProSiebenSat1 stark zugesetzt.
Ist ProSiebenSat1 bald heuschreckenfrei?
Das Papier büßte bei Handelsbeginn um 4,6 Prozent ein und fiel damit ans MDax-Ende. Generell muss man aber auch sehen, dass der Titel sich innerhalb der vergangenen zwölf Monate zur Rakete entwickelt. Sie hat über ein Drittel an Wert gewonnen.
Was die Börse nun bewegt: Die beiden Hedgefonds Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Permira, scheinen als Großaktionäre bei ProSiebenSat1 den Abflug vorzubereiten. Sie verkauften über Nacht für knapp eine halbe Milliarde Euro ihren kompletten Bestand an ProSieben-Vorzugsaktien an institutionelle Investoren. Die Vorzugs-Aktien sind damit vollständig im Streubesitz.
Noch 88 Prozent der Stammaktien
Die 19,7 Millionen Aktien des Fernsehkonzerns seien zu je 24,60 Euro platziert worden, drei Prozent unter dem Schlusskurs von Mittwoch, teilten Händler in Frankfurt mit. Das wurde von den beiden Finanzinvestoren nicht bestätigt. Die Heuschrecken halten nun noch 88 Prozent der Stammaktien, die aber nicht an der Börse notiert sind.
Je mehr Streubesitz, desto besser
Dass die Finanzinvestoren Schritt für Schritt bei ProSiebenSat1 aussteigen, um Kasse zu machen, wurde schon seit Wochen erwartet. Auch von Thomas Ebeling, dem Chef von ProSiebenSat1. Er hatte den Großaktionären bereits früher im Gegenzug angeboten, den Großteil des Verkaufserlöses an die Aktionäre auzuschütten. Mit dieser Superdividende wollen die Heuschrecken die Schulden ihrer gemeinsamen Lavena-Holding zurückzahlen. Im März 2015 werden 600 Millionen Euro fällig.
Obwohl die Verkaufsaktion für die Aktie von ProSiebenSat1 ein herber Rückschlag war, dürfte der Rückstand rasch wieder aufgeholt werden. Denn je mehr Vorzugs-Aktien im Streubesitz sind, desto mehr Gewicht gewinnt ProSiebenSat1 im MDax. Und damit wird der Medienkonzern auch immer interessanter für Fonds, die diesen Index nachbilden.
Stand: 14.02.2013, 10:31 Uhr