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Goldmänner zeigen was sie können
Goldman Sachs trumpft auf
Dass Goldman Sachs wieder Geld verdienen kann, hat die Bank bereits im dritten Quartal bewiesen. Doch die Bilanz der letzten drei Monate des Jahres zeigt, wie man es noch erheblich besser machen kann.
Dabei pulverisierte das legendäre Wall-Street-Haus die Erwartungen der Analysten und steigerte den Gewinn nach Steuern im vierten Quartal auf 2,89 Milliarden Dollar. das entspricht 5,60 Je Aktie, nach 1,84 Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch bei den Einnahmen kann die Bank deutlich zulegen, von sechs Milliarden Dollar im Schlussquartal des Vorjahres auf nun 9,24 Milliarden Dollar.
Analysten hatten einen Gewinn je Aktie von lediglich 3,70 Dollar und Einnahmen von 7,91 Milliarden Dollar erwartet. Kein Wunder, dass die Aktie im vorbörslichen New Yorker Handel um zwei Prozent zulegt.
Einnahmen steigen zweistellig
Auch auf Jahressicht kann Goldman Sachs punkten. Während die Einnahmen um 19 Prozent auf 34,2 Milliarden Dollar gestiegen sind, schoss der Gewinn (net earnings) um 191 Prozent in die Höhe auf 7,3 Milliarden Dollar, nach 2,5 Milliarden im Vorjahr.
Dabei profitierte die Bank besonders vom Anstieg der Finanzmärkte. Allein die zinsfremden Einnahmen, also Kommissions- und Handelseinkommen, sind im vergangenen Jahr auf 30,3 Milliarden Dollar gestiegen, fast sieben Milliarden mehr als noch in 2011. Dabei glänzte Goldman Sachs besonders im Anleihe-, Devisen- und Rohstoffhandel, der ihr 9,9 Milliarden Dollar in die Kassen spülte.
Und im Geschäft mit Fusionen & Übernahmen steht Goldman Sachs im weltweiten Ranking wieder an der Spitze.
Boni und Löhne legen nur mäßig zu
Anders als vor der Krise gab Goldman Sachs den Zuwachs nicht überwiegend an die Investmentbanker weiter. Die Löhne und Boni stiegen 2012 nur um sechs Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar. Goldman-Sachs-Chef Lloyd C. Blankfein hatte der Bank 2011 nach einigen Quartalen mit Misserfolgen und teils roten Zahlen eine Rosskur aufgedrückt. Er will die Kosten insgesamt um knapp zwei Milliarden Dollar drücken.
Bereits im vergangenen Jahr sind die Kosten nur um ein Prozent auf 22,9 Milliarden Dollar gestiegen. Diese Deckelung bei gleichzeitig gestiegenen Einnahmen haben dann zu der Gewinnexplosion geführt.
Eine Bilanz, die die Manager der Deutschen Bank vor Neid erblassen lassen dürfte. Hat doch die Deutsche Bank bereits vor erheblichen Belastungen im vierten Quartal gewarnt. Die Zahlen des heimischen Branchenprimus werden erst Ende Januar erwartet.
Stand: 16.01.2013, 13:52 Uhr