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Zweistelliges Wachstum
Gerry Weber zieht Anleger an
Nicht nur Luxusmode von Armani, Prada oder Hugo Boss ist gefragt, sondern auch von Gerry Weber. Die ostwestfälische Textilfirma hat im dritten Quartal 2011/12 ihren rasanten Wachstumskurs fortgesetzt und die Jahresprognose leicht angehoben.
Die Erfolgsstory von Gerry Weber ist ungebrochen. Dank mehr als 100 neu eröffneter Läden konnte der Damenmode-Hersteller im dritten Quartal des bis Ende Oktober laufenden Geschäftsjahrs 2011/12 seinen Umsatz um knapp 22 Prozent auf 178,4 Millionen Euro steigern. Unterm Strich verdiente das "ostwestfälische Modewunder" 44,5 Millionen Euro - 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis (Ebit) erhöhte sich um 17 Prozent auf 66,7 Millionen Euro – trotz der Integrationskosten der im Frühjahr übernommenen Konkurrenten Wissmach.
Über 100 Läden neu eröffnet oder umgewandelt
Maßgeblicher Wachstumstreiber war das Retail-Segment. Zwischen Mai und Juli wurden 56 so genannte "Houses of Gerry Weber" neu eröffnet. Hinzu kamen 69 Filialen von Wissmach, die größtenteils in Taifun- und Samoon-Stores umgewandelt wurden.
Jahresumsatzprognose angehoben
Angesichts der guten Entwicklung im dritten Quartal hob Gerry Weber seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr um fünf Millionen auf 800 Millionen Euro an. Das Ziel einer Ebit-Marge von 14,5 bis 14,6 Prozent wurde bekräftigt.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres kletterte der Umsatz um 14 Prozent auf 554,4 Millionen Euro. Das operative Ergebnis stieg um 17 Prozent auf 66,7 Millionen Euro. Die Ebit-Marge erreichte zwölf Prozent.
Internationale Expansion zahlt sich aus
Gerry Weber hat sich vorgenommen, mehr als die Hälfte des Umsatzes im Ausland zu erwirtschaften. In immer mehr Ländern sind die Ostwestfalen mit in Eigenregie geführten Geschäften präsent. Besonders in Osteuropa ist die Damenmode-Firma engagiert. "In Russland sind wir sehr stark" mit rund 40 Partnerläden, erklärte Vorstandschef Gerhard Weber vor einer Woche gegenüber boerse.ARD.de.
Vor kurzem hat Gerry Weber den Sprung in die USA geschafft. Drei Shops wurden dort errichtet. Die Nachfrage sei groß, berichtet Vorstandschef Weber. "Wir hätten noch viel mehr Shops schaffen können." Doch der Manager setzt auf langsame Expansion, um sich nicht zu verzetteln.
Aktie auf neuem Höchststand
Die Aktie eilt von Rekordhoch zu Rekordhoch. Am Freitag dürfte der MDax-Titel abermals ein neuen Höchststand erreichen. Vorbörslich notiert die Aktie 1,5 Prozent höher. Seit Jahresbeginn hat das Papier gut 40 Prozent zugelegt. Auf Drei-Jahres-Sicht beträgt das Plus stolze 240 Prozent.
Stand: 14.09.2012, 08:42 Uhr