Gea Unternehmenszentrale

Höhere Kosten, maue Auftragslage Gewinnwarnung von Gea

Stand: 16.07.2017, 13:27 Uhr

Für den Anlagenbauer Gea lief es schlecht im zweiten Quartal. Höhere Kosten drücken das Ergebnis. Noch dazu ist die Auftragslage nur mäßig. Also wieder Ballast für die Aktie.

Die Aussichten sind trübe. Der überwiegend für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie produzierende Anlagenbauer kann kaum mehr neue Bestellungen an Land ziehen. Der Auftragseingang im zweiten Quartal lag bei rund 1.241 Millionen Euro, nur leicht über den 1.222 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Noch dazu plagen den Gea Zusatzkosten im mittleren einstelligen Millionenbereich. Sie hänen zusammen mit Kosten für die bereits zum dritten Quartal 2016 angesprochenen Abfüllanlagen, die in dieser Variante nicht weiter vermarktet werden sollen.

Daher schraubt der Anlagenbauer seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr herunter. Für 2017 erwartet Gea nur noch ein operative Ergebnis (Ebitda) von 600 bis 640 Millionen Euro. Zuvor war das Unternehmen noch von 620 bis 670 Millionen Euro ausgegangen.

Druck für die Gea-Aktie

Auf Basis vorläufiger Zahlen dürfte das Ergebnis im zweiten Quartal nur bei etwa 122 Millionen Euro gelegen haben nach 145 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz wird dem Unternehmen zufolge voraussichtlich auf 1,14 Milliarden Euro von 1,15 Milliarden Euro sinken. Die genauen Ergebnisse des zweiten Quartals sollen am 26. Juli veröffentlicht werden.

Nach der Gewinnwarnung im Oktober 2016 versuchte der Anlagenbauer Anfang 2017, verlorenes Vertrauen wieder zu gewinnen. Er verkündete ein Aktienrückkaufprogramm, verkündete eine Ergebnisstabilisierung im Gesamtjahr. Das ist jetzt passé. Die Aktie, die sich vorübergehend Erholungstendenzen zeigte, dürfte nun wieder sinken.

bs

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