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Maschinenbau

GEA Group-Chef Juerg Oleas

Jahreszahlen über Erwartungen

Gea kämpft sich weiter durch

Stand: 04.02.2016, 09:10 Uhr

Der Anlagenbauer navigiert geschickt durch ein "herausforderndes Umfeld", wie Chef Jürg Oleas bei der Vorlage der Jahreszahlen die derzeitige Situation benennt. Die Aktie des MDax-Konzerns könnte Auftrieb bekommen.

Im vorbörslichen Handel zuckte der Titel schon ein wenig aufwärts, im regulären Handel startete der Titel dann richtig durch und sprang um sieben Prozent nach oben. Gea hatte am Morgen vorläufige Zahlen zum vierten Quartal und dem Gesamtjahr präsentiert, die offenbar mehr als zufrieden stellen.

Gea
Gea: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
38,16
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1,16
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+3,12%

Die Umsätze des Unternehmens, das vor allem Anlagen für die Nahrungsmittel- und chemische Industrie liefert, wurden leicht von 4,52 auf 4,59 Milliarden Euro 2015 gesteigert. Das war mehr als die von Reuters befragten Analysten erwartetet hatten. Bei der für Gea entscheidenden Ergebnis-Kenngröße, dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (inklusive Währungs- und Akquisitionseffekten, Ebitda) steigerte sich das Unternehmen von 591 auf 621 Millionen Euro und übertraf damit ebenfalls die Vorgaben. Die Ebitda-Marge erreichte mit 13,5 Prozent sogar ein Rekordniveau.

Administrative Aufgaben gen Osten

Gea hat in einem "immer anspruchsvolleren Marktumfeld" die Sparschrauben angezogen. Neben einem deutlichen Stellenbau gehört dazu auch die Verlagerung von Verwaltungs-Aufgaben in Service-Center nach Osteuropa und Ostasien.

Umgekehrt hat sich das Unternehmen durch insgesamt vier Zukäufe im vergangenen Jahr verstärkt. Neue Akquisitionen sind auch für 2016 durchaus eingeplant.

Prognose unter Vorbehalten

Mit seiner Prognose für das laufende Jahr geht Gea vorsichtig zu Werk: Sie steht nur unter der Voraussetzung, dass "es zu keinerweiteren Abschwächung des Weltwirschaftswachtums und keinen wesentlichen Währungsschwankungen kommt". Dann peilt das Unternehmen ein operatives Ebitda zwischen 645 und 715 Millionen Euro und ein "moderates Umsatzwachstum" an.

Auch die Aktie hatte zuletzt mit einem schwierigen Umfeld zu kämpfen. Seit Jahresanfang hat der Titel allerdings im Gegensatz zum MDax bereits wieder die Pluszone erreicht. Den Donnerstagshandel dürfte man mit klaren Gewinnen starten.

AB

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