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Abhängigkeit von der Öl- und Gasindustrie

GE wächst nicht mehr

Stand: 21.04.2017, 14:12 Uhr

Der Siemens-Rivale General Electric (GE) kämpft mit Problemen im Öl- und Gasgeschäft. Der Umsatz stagnierte in den ersten drei Monaten des Jahres. Beim Gewinn schnitt der US-Mischkonzern dagegen unerwartet gut ab.

Gute Geschäfte in der Energie- und Luftfahrt-Industrie bescherten GE die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 619 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Verlust von 61 Millionen Euro gegeben. Der Gewinn je Aktie blieb mit 21 Cent auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Analysten hatten lediglich mit 17 Cent je Aktie gerechnet.

Milliardenschweres Sparprogramm geplant

General Electric: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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26,58
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Um den Konzern weiter auf Rendite zu trimmen, setzt Vorstandschef Jeff Immelt den Rotstift an. Er kündigte am Freitagmittag ein gigantisches Sparprogramm für dieses und nächstes Jahr an. Es soll die Kosten um zwei Milliarden Dollar senken.

Der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie soll in diesem Jahr bei 1,60 bis 1,70 Dollar liegen. Beim Umsatz peilt GE ein Wachstum von drei bis fünf Prozent an.

Aktien fehlt neuer Schub

Im ersten Quartal gingen die Erlöse leicht zurück auf 27,66 Milliarden Dollar. Schuld daran ist das maue Geschäft mit der Öl- und Gasindustrie. Wegen des niedrigen Ölpreises hielt sich die Branche mit Investitionen zurück.

Die Anleger nehmen die Bilanz des US-Mischkonzerns gelassen auf. Die Aktien von GE notieren vorbörslich fast unverändert. Seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten haben die Industrietitel gut elf Prozent zugelegt, seit Jahresbeginn mussten die Aktien etwas Federn lassen. GE gilt auch wegen seiner breiten Aufstellung als Gradmesser für die US-Konjunktur.

nb

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