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Automobile

Logo auf der Fassade der BMW-Zentrale in München

5,8 Milliarden Euro Gewinn

Fünftes Rekordjahr von BMW in Folge

Stand: 12.03.2015, 11:49 Uhr

Trotz Gegenwinds aus Russland, Brasilien und China hat der Autobauer BMW im vergangenen Jahr erneut Rekordzahlen eingefahren. Doch Anleger hatten sich teilweise etwas mehr erhofft. Die Aktie gerät auf die Verliererspur.

Der bayerische Premium-Autobauer ist nicht zu bremsen. 2014 erzielte BMW das fünfte Jahr in Folge neue Bestwerte bei Umsatz, Absatz und Gewinn. Unterm Strich verdiente der Konzern mehr als 5,8 Milliarden Euro – fast eine halbe Milliarde mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern (Ebt) kletterte gar zweistellig um über zehn Prozent auf 8,707 Milliarden Euro. Vor Zinsen und Steuern lag das Ergebnis bei 9,12 Milliarden Euro.

Umsatz über 80 Milliarden Euro

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Erstmals in der Geschichte des Unternehmens wurden im vergangenen Jahr mehr als zwei Millionen Autos verkauft. Der Umsatz zog deshalb um fast sechs Prozent auf 80,4 Milliarden Euro an. "Unsere Fahrzeuge sind bei den Kunden in aller Welt begehrt und sorgen für Rückenwind", tönte der scheidende Vorstandschef Norbert Reithofer.

Der Top-Manager soll nach der Hauptversammlung im Mai Chef des Aufsichtsrats werden. Sein Amt als Vorstandschef übernimmt der bisherige Produktionsvorstand Harald Krüger. Der 49-Jährige soll den Autobauer durch die digitale Zukunft mit vernetzten selbstfahrenden Wagen führen. Nachfolger von Krüger wird der 51-jährige Oliver Zipse, bisher Leiter der Konzernplanung.

In der Kernsparte Automobile verbesserte BMW die Rendite (Ebit-Marge) von 9,4 auf 9,6 Prozent. Damit lagen die Münchner gleichauf mit Konkurrent Audi. Mercedes rangiert mit einer Marge von 8,1 Prozent auf Platz drei.

Dividende steigt kräftig

Die Aktionäre sollen vom fünften Rekordjahr in Folge profitieren. Ihnen winkt eine um 30 Cent höhere Dividende von 2,90 Euro je Stammaktie und 2,92 Euro je Vorzugsaktie. Analysten hatten allerdings mit einer noch höheren Dividende von 2,95 Euro je Stammaktie gerechnet. Auch beim Nettogewinn und Ebt lag BMW unter den Prognosen. Der Umsatz und das Ebit fielen dagegen höher aus als erwartet.

Die Aktie von BMW weitet ihre Verluste aus. Gegen Mittag notiert sie gut 1,6 Prozent im Minus. Am Mittwoch hatte sie noch ein Rekordhoch von 119,65 Euro erreicht.

nb

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