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Ford-Zahlen übertreffen Erwartungen
Ford tut was
Nämlich Werke in Europa dichtmachen und in Übersee erfolgreich Autos verkaufen: Das dritte Quartal verlief für Ford aus Ergebnissicht rekordträchtig. In Europa hat es der US-Konzern aber genauso schwer wie der Rest der Branche. Das hat Konsequenzen.
In Europa schrieb der Autobauer im dritten Quartal einen Vorsteuerverlust von knapp einer halben Milliarde Dollar - fast drei Mal so viel wie vor einem Jahr. Ford hatte bereits angekündigt, wegen der Automisere drei Werke in Belgien und Großbritannien mit insgesamt 5.700 Mitarbeitern dichtzumachen. Das Ziel lautet, in Europa bis 2015 wieder profitabel zu werden.
Bis dahin geht Ford von Verlusten von mehr als drei Milliarden Dollar in den beiden kommenden Jahren aus. Die Produktion soll durch die Werksschließungen um 350.000 Einheiten zurückgenommen werden, weil wegen der Schuldenkrise in Südeuropa kaum neue Autos verkauft werden.
USA wieder Auto-Nation
In Nordamerika verlief das Geschäft allerdings wie erwünscht, was die europäischen Verluste ausglich. In den USA kamen die Ford-Modell selbst zu höheren Preisen gut an. Praktisch, das der Konzern gleichzeitig noch die Kosten senken konnte. Der Nettogewinn lag in den drei Monaten bei 1,63 Milliarden Dollar oder 41 Cent pro Aktie. Unter dem Strich blieben weltweit gut 1,6 Milliarden Dollar Gewinn und damit etwa so viel wie vor einem Jahr.
Das Betriebsergebnis vor Steuern belief sich auf 2,2 Milliarden Dollar oder 40 Cent je Aktie - so viel wie noch nie in einem dritten Quartal. Analysten hatten hier mit 30 Cent gerechnet. Der Umsatz lag bei 32,1 Milliarden Dollar, Experten hatten 30,94 Milliarden Dollar prognostiziert.
Stand: 30.10.2012, 14:19 Uhr