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Automobile

Ferrari-Boxenstopp beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2015

Start an Mailänder Börse

Ferrari: Unfreiwilliger Boxenstopp

Stand: 04.01.2016, 14:39 Uhr

Ferrari wollte bei seinem Debüt an der Mailänder Börse richtig Gas geben. Stattdessen musste der Titel zeitweise vom Handel ausgesetzt werden.

Vergangene Woche hat Ferrari die Abspaltung vom Mutterkonzern Fiat Chrysler vollzogen. Heute wollte der Sportwagenbauer an der Mailänder Börse durchstarten.

Stattdessen sank der Kurs 15 Minuten nach Handelsstart in einem schwachen Marktumfeld um vier Prozent. Zeitweise wurde die Aktie vom Handel ausgesetzt. Ferrari-Chef Sergio Marchionne, gleichzeitig Chef des bisherigen Besitzers Fiat Chrysler, wiegelte ab: Der verhaltene Start "bedeutet nichts", sagte er.

Somit fiel das Debüt in Mailand so ganz anders aus als das in New York: Dort hatte Ferrari im Oktober den Turbo gezündet, wenn auch nur zu Handelsbeginn. Bis Jahresende hat der Kurs ordentlich nachgelassen und ist weit von seinem Emissionspreis von 52 Dollar entfernt.

Ferrari-Autos und -Fahnen vor der Mailänder Börse

Ferrari-Börsengang in Mailand. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Dickes Geld mit dicken Autos

Die Holding Exor, die der Fiat-Gründerfamilie Agnelli-Elkann gehört, hat sich 23,5 Prozent der Ferrari-Anteile gesichert. Der Sohn des Gründers, Piero Ferrari, besitzt zehn Prozent. Gemeinsam halten sie 48,88 Prozent der Stimmrechte und wollen so "die Stabilität" der Marke bewahren.

Die Geschäfte der Luxusmarke laufen gut, im dritten Quartal 2015 konnte Ferrari seinen Umsatz um neun Prozent auf 2,11 Milliarden Euro steigern im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn legte um fast 62 Prozent auf 94 Millionen Euro zu.

Fiat Chrysler: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
5,72
Differenz absolut
-0,10
Differenz relativ
-1,70%

Ferrari will bis 2019 die Zahl der jährlich verkauften Rennwagen von aktuell 7.000 auf 9.000 steigern.

Mit der Trennung von der Traditionsfirma aus Maranello fielen Fiat-Aktien um etwa ein Drittel auf 8,54 Euro. Rechnet man den bisherigen Anteil von Ferrari am Börsenwert von Fiat heraus, notierten sie jedoch 0,6 Prozent im Plus.

dpa/rtr/cw

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Ferrari 500

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Eine Rakete auf vier Rädern. Anders kann man den Ferrari 500 von 1952 nicht beschreiben. Beim Großen Preis von Syrakus (Sizilien) im selben Jahr fuhren gleich vier 500er die ersten vier Plätze ein. Schon bei diesem Auto sind eigentümliches Design und Renntechnik untrennbar miteinander verbunden.

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