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Internet

Facebook-Schriftzug spiegelt sich in einer Pupille

Werbeeinnahmen explodieren

Facebook lässt die Kasse klingeln

Stand: 28.01.2016, 11:24 Uhr

Der Internet-Konzern überrascht die Anleger mit drastisch gestiegenen Umsätzen und Gewinnen aus dem abgelaufenen Quartal. Die Werbeeinnahmen sprudeln wie nie, die Aktie macht einen Freudensprung.

Im nachbörslichen US-Handel machte der Titel einen Satz um rund zwölf Prozent auf 105 Dollar. Den regulären Handel hatte Facebook noch mit knapp 95 Dollar abgeschlossen. Auch in Frankfurt gewinnt die Aktie entsprechend deutlich.

Gewinn mehr als verdoppelt

Facebook: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
108,21
Differenz absolut
-0,55
Differenz relativ
-0,50%

Der Internet-Riese hatte nach Börsenschluss seine Zahlen vorgelegt. Der Bericht zum abgelaufenen Quartal sprengte die Vorgaben der Experten in eigentlich allen Belangen. Der Konzernumsatz legte in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres um 52 Prozent zu. Mit 5,84 Milliarden Dollar wurden die durchschnittlichen Erwarten der Analysten klar übertroffen, die bei 5,4 Milliarden Dollar gelegen hatten.

Auch das Ergebnis löste am Abend Verwunderung im positiven Sinn aus. Mit 1,56 Milliarden Dollar verdiente Facebook mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor, die Steigerung lag bei 124 Prozent.

Das Gesamtjahr schloss Facebook damit mit einem Umsatzanstieg um 44 Prozent auf 17,83 Milliarden Dollar und einem Gewinnsprung von rund 25 Prozent auf 3,69 Milliarden Dollar ab.

Strategie geht auf

Beim Internet-Unternehmen scheint die Geschäftsstrategie in allen Belangen aufzugehen. Die Werbeeinnahmen, die 96,5 Prozent der Erlöse ausmachen, konnten einerseits deutlich gesteigert werden. Facebook steigerte seine Nutzerzahl auf inzwischen, knapp 1,6 Milliarden. Zum anderen setzte Facebook aber auch eine Preiserhöhung von durchschnittlich 21 Prozent für seine Werbebanner durch.

Auch den "Umzug" seiner Werbeaktivitäten vom PC auf mobile Endgeräte wie Tablet-PCs, vor allem aber Smartphones, hat man souverän gemeistert. Inzwischen wird die Online-Community zu 90 Prozent mobil angesteuert. 80 Prozent der Einnahmen werden hier erwirtschaftet.

What'sApp und Instagram glühen vor

Auch die neuen Investitionen von Konzernchef Mark Zuckerberg bergen noch Potenzial für die Zukunft. Zwar machen der Messaging-Dienst What'sApp und die Foto-Plattform Instagram noch keine Gewinne, doch zumindest Instagram ist auf dem Weg dorthin: Seit September betreibt man dort ein eigenes Anzeigengeschäft. Die Zahl der Instagram-Nutzer liegt inzwischen bei rund 400 Millionen.

Für hartnäckige Aktionäre ist der Kauf der Facebook-Aktie inzwischen ebenfalls ein blendendes Geschäft geworden. Zum Börsengang war der Titel mit 38 Dollar bewertet worden und hatte anschließend erst einmal ein wildes Auf und Ab aufs Börsenparkett gelegt. Binnen drei Jahren hat sich die Aktie noch in etwa verdreifacht.

AB

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