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Rostoffe

Fallende Ölfässer, davon eines mit dem Exxon-Logo

Gewinneinbruch beim Ölmulti

Exxon in der Ölfalle

Stand: 02.02.2016, 15:41 Uhr

Der US-Konzern kämpft wie die Konkurrenz mit immer weiter sinkenden Ölpreisen. Die Produktion läuft auf vollen Touren, doch die Erträge schmilzen immer weiter. Auch der Aktienkurs wird weiter eingedampft.

Kosten sparen auf Teufel komm' raus, und produzieren, was die Raffinerien hergeben: So sieht die Krisenbewältigungs-Strategie für den nach Marktkapitalisierung größten Ölkonzern der Welt aus.

Und doch schrumpfen Umsatz und Gewinne - auch beim Branchenprimus. ExxonMobil musste im abgelaufenen Quartal einen Gewinnrückgang um 58 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar hinnehmen. Auch die Erlöse sind im Rückwärtsgang: Der Konzern musste ein Umsatzminus um ein Drittel auf 59,8 Milliarden Dollar hinnehmen.

Ölflut und kein Ende

Kein Wunder, hängt das Geschäft doch direkt von den Preisen für Öl und Gas am Weltmarkt ab. Die Ölnotierungen sind über das Jahr 2015 hinweg gesehen um rund 30 Prozent zurückgegangen. Einerseits herrscht derzeit kein Mangel an dem Rohstoff, die USA und Saudi-Arabien fördern und verarbeiten ungebremst, genauso wie die Nummer drei in Sachen Öl-Produktion - Russland. Dazu kommt mit dem Iran noch ein weiterer Ölexporteur hinzu, der den Weltmarkt mit seinem Öl fluten will.

Dazu kommt der nachlassende Treibstoff-Durst angesichts einer wackeligen Weltkonjunktur, vor allem in China ist inzwischen von einer konjunkturellen Abkühlung auszugehen.

Für Exxon-Chef Rex Tillerson ist Sparen das Gebot der Stunde, "strikte Kostenkontrolle" gab Tillerman bei der Präsentation der Unternehmensergebnisse als Losung aus.

Preise kommen schon wieder ins Rutschen

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Letztlich wird aber wohl allein der Weltmarktpreis für den Rohstoff darüber entscheiden, ob die Ölkonzerne zu alter Ertragsstärke zurückfinden. Danach sieht es derzeit aber nicht aus. Am Dienstagnachmittag rutscht der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI erneut wieder in Richtung der 30-Dollar-Marke.

AB

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