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Gesundheit

Blick auf den Unternehmenssitz der Rhön-Klinikum AG in Bad Neustadt a.d. Saale

Großaktionär ist interessiert

Es tut sich was bei Rhön-Klinikum

Stand: 17.01.2016, 16:01 Uhr

Aktien des Klinkikbetreibers Rhön-Klinikum könnten in der neuen Börsenwoche das Interesse des Marktes finden. Denn Großaktionär Asklepios hat strategisches Interesse am MDax-Unternehmen angemeldet.

Der Klinikbetreiber Asklepios hält eine Aufstockung seiner Anteile am Rivalen Rhön-Klinikum für möglich. "Wir sind strategisch an Rhön interessiert und schließen grundsätzlich einen weiteren Aktienerwerb nicht aus", sagte Finanzchef Stephan Leonhard der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe).

"Die Kapitalstruktur und die Dividendenpolitik des Unternehmens wollen wir nicht verändern", ergänzte er. Gegenwärtig hält die Hamburger Asklepios 17,6 Prozent der Anteile an dem im Nebenwerteindex MDax notierten Krankenhausbetreiber.

Doch mehr als nur eine reine Finanzbeteiligung?

Im Sommer hatte Asklepios-Chef Ulrich Wandschneider die Beteiligung an Rhön noch als Finanzinvestment bezeichnet. Nach Worten Leonhards liegt die Bewertung von Rhön-Klinikum derzeit eher am "oberen Rand". "Insofern fühlen wir uns mit unserer bestehenden Position sehr wohl, denn es gibt keinerlei Druck, diese zu verändern", sagte der Finanzmanager.

Ferner strebt Asklepios einen Posten im Aufsichtsrat bei Rhön an. "Aus strategischen Gründen sind wir auch daran interessiert, in den Gremien präsent zu sein, was heute noch nicht der Fall ist", sagte Leonhard. Bislang hatte Rhön dies abgelehnt mit der Begründung, keinen direkten Konkurrenten in den eigenen Reihen haben zu wollen. Nach dem Verkauf von 43 Kliniken im Jahr 2014 - zum überwiegenden Teil an den Dax-Konzern Fresenius - sind bei Rhön Klinikum noch zehn Kliniken an fünf Standorten übrig geblieben.

Aktie hat sich gut gehalten

Im vergangenen Börsenjahr konnten die Rhön-Aktionäre mit ihrem Papier zufrieden gewesen sein. Es hatte zu zum Jahresbeginn 23,19 Euro gekostet und lag per Ende 2015 bei 27,79 Euro am Jahreshoch. Es hat damit erfolgreich dem Abschwung in der zweiten Jahreshälfte getrotzt. Zudem gab es im Juni für 2014 eine Dividende von 0,80 Euro, aktuell wäre das eine Rendite von 3,1 Prozent.

Dem Abschwung des Gesamtmarktes seit Jahresbeginn konnte sich das MDax-Papier aber nicht entziehen. Aktuell ist die Aktie bis auf 25,66 Euro zurückgefallen. Am Freitag verbuchte sie einen Tagesverlust von 1,33 Prozent.

rtr/rm

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