Seitenueberschrift

Positive Studie

Epigenomics macht wieder Hoffnung

Für langfristig orientierte Anleger war das Biotechunternehmen Epigenomics bisher eine herbe Enttäuschung. Nun macht eine Vergleichsstudie zur Erkennung von Darmkrebs etwas Hoffnung.

Laut Vorstandschef Thomas Taapken habe die von Epigenomics entwickelte Methode "Epi proColon" ihr Potenzial als anwenderfreundliche, nicht-invasive Alternative zur Früherkennung von Darmkrebs unter Beweis gestellt. In einer Studie erkannte "Epi proColon" 73 der insgesamt 103 Proben von Darmkrebs-Patienten, was einer Sensitivität von 71 Prozent entspreche. Ein vergleichbares Medikament erkannte "nur" 66 der 98 Krebsfälle, und hatte damit eine geringere Sensitivität.

FDA-Zulassung beantragen

Für das im Prime Standard notierte Unternehmen Epigenomics sind die Ergebnisse der Studie ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem Zulassungsantrag, seien sie doch der Beweis für die Leistungsfähigkeit der Tests und belegten, dass Epi proColon bei der Erkennung von Darmkrebs genauso geeignet ist wie das bereits zugelassene Präparat FIT. Epigenomics will deshalb noch vor Jahresende bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einen Zulassungsantrag einreichen.

Aktienkurs macht Freudensprung

Am Aktienmarkt schlägt die Nachricht ein wie eine Bombe. Der bis dahin vor sich hin siechende Aktienkurs schießt zuletzt um 46 Prozent in die Höhe auf 1,46 Euro. Von seinem Höchststand bei 14 Euro im Jahr 2009 ist er damit allerdings noch meilenweit entfernt.

Epigenomics ist ein auf die Molekulardiagnostik spezialisiertes Unternehmen, das neue Produkte zur Früherkennung von Krebs erforscht und entwickelt. Bisher allerdings ohne wirklichen Erfolg. Im dritten Quartal 2012 erreichten die Erlöse gerade einmal 272.000 Euro. Daneben entstand ein Betriebsverlust von 3,7 Millionen Euro.

Stand: 04.12.2012, 15:16 Uhr

Darstellung: