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Vestas-Aktie zieht an

Ein Hauch Hoffnung bei Vestas

Der dänische Weltmarktführer für Windturbinen leidet unter dem heftigen Wettbewerb in der Branche. Heute sendet der Nordex-Konkurrent Vestas aber ein kleines Hoffnungssignal.

Windturbinen von Vesta in der Nordsee vor der dänischen Küste (Quelle: Unternehmen)

Nicht nur auf offener See bläst Vestas ein rauer Wind entgegen

Denn im abgelaufenen Jahr 2012 haben die Dänen zwar weiter tiefrote Zahlen geschrieben, der Umsatzanstieg im vierten Quartal um 23 Prozent auf 2,51 Milliarden Euro hat jedoch die Fantasie der Anleger auf bessere Zeiten beflügelt. Die Erlöse lagen nämlich über den Schätzungen der Analysten von 2,21 Milliarden Euro.

An der Börse legt der Titel daraufhin kräftig zu und steigt um über acht Prozent auf 4,87 Euro. Damit setzt sich der schwankende Kursverlauf der Aktie fort.

Nachdem das Papier im November bei 3,13 Euro ein Allzeittief markiert hatte, war es zunächst kräftig bis auf fast 5,80 Euro bergauf gegangen. Im Januar ist die Aktie aus diesem kurzfristigen Aufwärtstrend jedoch wieder heraus gefallen und ist in eine Seitwärtsbewegung eingeschwenkt.

Fundamental noch nicht über den Berg

Vestas: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
29.40
Differenz absolut
0.06
Differenz relativ
+0.20%

Die heutige Kursreaktion mag fundamental orientierte Anleger verwundern, liest sich doch der Rest des Jahresberichtes wenig verheißungsvoll. So stieg der Verlust von 2012 von 166 auf 963 Millionen Euro.

Gleichzeitig senkte das Unternehmen die Prognose für die im kommenden Jahr verschiffte Leistung von fünf auf vier Megawatt. Einen genaueren Ausblick für 2013 gab das Unternehmen in seinem Geschäftsbericht nicht, auch nicht zum Fortgang der strategischen Partnerschaft mit Mitsubishi-Heavy, die im vergangenen August bekannt gegeben worden war.

Vesta befindet sich aufgrund des harten Wettbewerbsdrucks in einer Umbauphase, in der unter anderem die Beschäftigtenzahl um 30 Prozent auf 16.600 Mitarbeiter abgebaut werden soll. "Dies ist ein langer Prozess, dabei ist Vestas noch eine ganze Strecke von der Ziellinie entfernt", erklärte Firmenchef Bert Nordberg.

Stand: 06.02.2013, 10:16 Uhr

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