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Platzt der Deal zwischen EADS und BAE?
EADS–Aktie fliegt kleine Loopings
Die Gerüchteküche brodelt: Erst heißt es, die Megafusion zwischen EADS und BAE Systems zu dem neuen Luftfahrt- und Rüstungsgiganten ist geplatzt. Die EADS-Aktie macht kleine Freudenhüpfer. Doch das Ringen um die Mega-Fusion geht weiter.
Collage aus Logos von EADS und BAE Systems
Die geplante Rüstungsfusion wäre aus Sicht der EADS-Aktionäre alles andere als erstrebenswert. Sie fühlen sich benachteiligt: "Viele Anleger haben angesichts des geplanten Umtauschverhältnisses EADS-Aktien verkauft und stattdessen BAE Systems gekauft", sagte ein Händler.
Deutlich sichtbar wurde das am Aktienkurs. Als der deutsch-französische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS und sein britischer Konkurrent BAE Systems Anfang/Mitte September ihren Fusionswillen bekundeten, ging es mit der EADS-Aktie abwärts.
Kursgewinne und Kehrtwende
Wenn der Deal platzt, dürften Investoren diese Positionen wieder auflösen. Einen Vorgeschmack gab es heute. Die EADS-Aktie stieg nach Gerüchten über ein im Tagesverlauf um 2,3 Prozent bis auf 26,86 Euro. Im Gegenzug sackten die Titel von BAE abwärts, ihr Kurs rutschte in London um 1,7 Prozent nach unten auf 320,90 Pence.
Allerdings folgte die Kehrtwende auf dem Fuße, als EADS eine Art Dementi zum Besten gab. Frankreich und Großbritannien hätten sich in Gesprächen über die geplante Rüstungsfusion von EADS und BAE angenähert, teilte der Konzern mit. Es gebe erhebliche Fortschritte bei den Verhandlungen über die Begrenzung der Staatsanteile an dem geplanten neuen Konzern.
Alles ist im Fluss
Allerdings bleibe eine Einigung von Paris und London weiter abhängig von einer Übereinkunft mit der deutschen Bundesregierung, die weiter ausstehe, hieß es Kreisen zufolge.
Überrascht zeigte sich EADS über die Medienberichte vom angeblichen Scheitern der Fusionsgespräche. Noch am Nachmittag seien Gespräche mit BAE geplant.
Stand: 09.10.2012, 15:10 Uhr