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Das Depot von John Paulson Von Allergan bis SPDR Gold

SPDR Gold Trust: Kursverlauf am Börsenplatz Nyse für den Zeitraum 1 Jahr

SPDR Gold Trust

John Paulson ist seit 2009 bekennender Gold-Fan. Als solcher ist er natürlich beim weltgrößten Gold-ETF, dem SPDR Gold Trust, engagiert. Und das im großen Stil: Mit Stand 30. Juni kam Paulson auf 10,23 Millionen Anteile – er ist damit der größte Investor beim SPDR Gold Trust.

Mit einem Anteil von 5,7 Prozent ist der Gold-ETF zugleich die wichtigste Position in Paulsons Portfolio, die er nunmehr das vierte Quartal in Folge unangetastet ließ. Im vergangenen Jahr hatten die hohen Abflüsse aus diesem Gold-ETF für Turbulenzen am Goldmarkt gesorgt.

Doch nun kehren die Käufer offenbar zurück. Zahlreiche Großbanken wie Credit Suisse, UBS und HSBC haben zuletzt ihre Bestände aufgestockt. Ganz weit vorn dabei ist Goldman Sachs: Die Anteile erhöhten sich um fast 40 Prozent.

Das Depot von John Paulson Von Allergan bis SPDR Gold

SPDR Gold Trust: Kursverlauf am Börsenplatz Nyse für den Zeitraum 1 Jahr

SPDR Gold Trust

John Paulson ist seit 2009 bekennender Gold-Fan. Als solcher ist er natürlich beim weltgrößten Gold-ETF, dem SPDR Gold Trust, engagiert. Und das im großen Stil: Mit Stand 30. Juni kam Paulson auf 10,23 Millionen Anteile – er ist damit der größte Investor beim SPDR Gold Trust.

Mit einem Anteil von 5,7 Prozent ist der Gold-ETF zugleich die wichtigste Position in Paulsons Portfolio, die er nunmehr das vierte Quartal in Folge unangetastet ließ. Im vergangenen Jahr hatten die hohen Abflüsse aus diesem Gold-ETF für Turbulenzen am Goldmarkt gesorgt.

Doch nun kehren die Käufer offenbar zurück. Zahlreiche Großbanken wie Credit Suisse, UBS und HSBC haben zuletzt ihre Bestände aufgestockt. Ganz weit vorn dabei ist Goldman Sachs: Die Anteile erhöhten sich um fast 40 Prozent.

Extended Stay America: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Extended Stay America

Mit einem Anteil von 5,6 Prozent ist Extended Stay America die zweitgrößte Position in Paulsons Portfolio. Neben Paulson stehen noch zwei weitere bekannte Investoren hinter der Hotelkette: Stephen Schwarzman von Blackgroup und Mark Gallogly von Centerbridge Partners LP.

Über ihre Firmen halten die drei Alpha-Tiere jeweils 27 Prozent des Grundkapitals. Vor drei Jahren retteten sie die Hotelkette (über 680 Hotels in Nordamerika) vor dem Bankrott, im November 2013 folgte der Börsengang.

Seither wusste die Aktie nicht wirklich zu überzeugen, seit Mai 2014 geht es immerhin wieder aufwärts in Richtung Ausgabepreis. Aus fundamentaler Sicht lassen zwei Dinge hoffen: die hohe operative Marge von 53 Prozent und der Chef Jim Donald, seines Zeichens Ex-CEO von Starbucks.

Allergan: Kursverlauf am Börsenplatz Nyse für den Zeitraum 1 Jahr

Allergan

Richtig groß eingestiegen ist Paulson auch bei Allergan, der Portolio-Anteil beträgt 4,1 Prozent: Seine Firma Paulson & Co. investierte mit Stand 30. Juni 2014 948 Millionen Dollar in die mittelgroße Pharmagesellschaft, die vor allem für ihr Anti-Falten-Mittel Botox bekannt ist.

Ende April legte der Konkurrent Valeant ein Übernahmegebot für Allergan vor, das die Allergan-Aktie im Juli bis auf 174,49 Dollar in die Höhe katapultierte. Binnen Jahresfrist hat sich die Aktie nahezu verdoppelt.

Bei den umworbenen Aktionären des Botox-Herstellers stößt das Valeant-Gebot aber offenbar nur auf wenig Gegenliebe. Die Kanadier haben daher die Frist für ihr Angebot gleich bis Jahresende verlängert. Laut Medienberichten könnte Allergan die Übernahme durch einen Zusammenschluss mit einem anderen Unternehmen verhindern.

Vodafone: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Vodafone

Der Telekom-Riese Vodafone hat an vielen Fronten zu kämpfen. Erst vor kurzem mussten die Briten für den Kernmarkt Europa den achten Umsatzrückgang in Folge ausweisen. Darüber hinaus hat der Konzern hat den zehn Milliarden Euro schweren Zukauf von Kabel Deutschland noch lange nicht verdaut.

Diese Probleme sieht man auch dem Vodafone-Chart an: Seite Ende Februar befindet sich der Titel im Rückwärtsgang, binnen Sechs-Monats-Frist hat er rund zehn Prozent seines Werts eingebüßt.

Eine Performance, mit der auch John Paulson äußerst unzufrieden ist: Er hat seine Vodafone-Beteiligung im zweiten Quartal um sieben Prozent reduziert, mit einem Anteil von 3,9 Prozent ist sie aber immer noch der viertgrößte Brocken im Portfolio des Starinvestors.

Grifols S.A. ADR: Kursverlauf am Börsenplatz Nasdaq für den Zeitraum 1 Jahr

Grifols S.A. ADR

Auch an diesem europäischen Pick hat Paulson Gefallen gefunden: 2012 war er bei Grifols eingestiegen, Aktien des spanischen Pharma- und Chemieunternehmens machten zuletzt 3,7 Prozent seines Depots aus. Mit der Übernahme von Talecris im Jahr 2011 war der Konzern weltweit zum drittgrößten Anbieter von plasmabasierten Pharmazeutika avanciert.

Seit Paulsons Einstieg hat sich die Grifols-Aktie mehr als verdoppelt. Doch im laufenden Jahr dürfte sie dem Hedgefonds-Manager nur wenig Freude bereitet haben. Das charttechnische Bild hat sich zuletzt deutlich eingetrübt, ist die Grifols-Aktie doch aus ihrem langfristigen Aufwärtstrend herausgefallen.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18 ist die Aktie zwar auf den ersten Blick nicht gerade billig, Konkurrenten wie die deutsche Biotest (KGV: 30) sind jedoch weit ambitionierter bewertet.

Shire Biopharmaceuticals: Kursverlauf am Börsenplatz Nasdaq für den Zeitraum 1 Jahr

Shire Biopharmaceuticals

Durch die Pharmaindustrie schwappt derzeit eine Übernahmewelle. In den vergangenen Monaten wurden mehrere Dutzend Milliarden schwere Transaktionen angekündigt. Darunter auch die Übernahme des irischen Pharmakonzerns Shire durch den US-Rivalen AbbVie für rund 40 Milliarden Euro.

In Paulsons Gewässern ist Shire ebenfalls ein dicker Fisch mit 3,4 Prozent Anteil am Gesamtdepot. Der Hedgefonds-Manager hatte hier sein gutes Gespür bewiesen und Shire bereits im vergangenen Jahr als potenziellen Übernahmekandidaten ausgemacht.

Die Beispiele Allergan und Shire werfen ein Schlaglicht auf die bevorzugte Strategie von John Paulson: Merger Arbitrage, eine der ältesten Hedgefonds-Strategien, überhaupt, macht sich die Kursunterschiede bei Unternehmensübernahmen oder Zusammenschlüssen zunutze.

Mallinckrodt: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Mallinckrodt

Auch Mallinckrodt reitet auf der M&A-Welle im Pharmabereich – und passt insofern perfekt in die die Merger-Arbitrage-Strategie von John Paulson. Anfang des Jahres übernahm der Konzern Cadence Pharmaceuticals für 1,4 Milliarden Dollar. Außerdem soll voraussichtlich im dritten Quartal die Übernahme von Questcor Pharmaceuticals für 5,6 Milliarden Dollar abgeschlossen werden.

Erst im zweiten Quartal hat Paulson seinen Bestand an Mallinckrodt-Aktien kräftig aufgestockt auf nunmehr knapp sieben Millionen Anteilsscheine. Das Pharmaunternehmen gewährte Paulson zudem eine Option, seinen Anteil bis auf 20 Prozent in die Höhe zu schrauben. Im Gesamt-Portfolio des Multimilliardärs machen die Mallinckrodt-Aktien 2,3 Prozent aus.

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