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Die Schweizer Schwergewichte Pharma, Nahrung und Banken

Nestlé: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Nestlé

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern ist das Super-Schwergewicht der Schweiz. Kein Wunder bei so viel Zucker und Fett, das in den Nestlé-Produkten steckt. Zurzeit haben die Nestlé-Aktien ein stolzes Gewicht von 23 Prozent im SMI. Von der geplanten Obergrenze von 18 Prozent ist Nestlé also vorrangig betroffen. Dem Aktienkurs hat die geplante Neuregelung des SMI bisher nicht geschadet. Die Aktien des Schweizer Konzerns aus Vevey am Genfer See haben seit ihrem Zwischentief Anfang Dezember 2016 rund 36 Prozent zugelegt. Dem neuen Nestlé-Chef Mark Schneider trauen die Anleger offenbar zu, den Konzern stärker auf Rendite zu trimmen. Dabei hat Nestlé den schwächsten Jahresstart seit über einem Jahrzehnt hingelegt. Im ersten Quartal lag das organische Wachstum des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns nur bei 2,3 Prozent- wegen des späteren Osterfests.

Die Schweizer Schwergewichte Pharma, Nahrung und Banken

Nestlé: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Nestlé

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern ist das Super-Schwergewicht der Schweiz. Kein Wunder bei so viel Zucker und Fett, das in den Nestlé-Produkten steckt. Zurzeit haben die Nestlé-Aktien ein stolzes Gewicht von 23 Prozent im SMI. Von der geplanten Obergrenze von 18 Prozent ist Nestlé also vorrangig betroffen. Dem Aktienkurs hat die geplante Neuregelung des SMI bisher nicht geschadet. Die Aktien des Schweizer Konzerns aus Vevey am Genfer See haben seit ihrem Zwischentief Anfang Dezember 2016 rund 36 Prozent zugelegt. Dem neuen Nestlé-Chef Mark Schneider trauen die Anleger offenbar zu, den Konzern stärker auf Rendite zu trimmen. Dabei hat Nestlé den schwächsten Jahresstart seit über einem Jahrzehnt hingelegt. Im ersten Quartal lag das organische Wachstum des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns nur bei 2,3 Prozent- wegen des späteren Osterfests.

Novartis: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Novartis

Zweites großes Schwergewicht im SMI bleibt Novartis. Der Pharma-Riese kommt aktuell auf ein Gewicht von knapp 19 Prozent. Die Aktie ist auf Ein-Jahres-Sicht der SMI-Entwicklung hinterhergelaufen. Sie stieg nur um sechs Prozent. Die Kosten für die Markteinführung des Herzmedikaments Entresto und Umsatzeinbußen beim wichtigen Blutkrebsmittel Glivec schmälerten den Gewinn 2016 um fünf Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar. Der Umsatz blieb mit 48,5 Milliarden Dollar stabil. Auf bessere Aussichten dürften die Aktionäre erst ab dem kommenden Jahr hoffen. Mit einer Rückkehr auf einen Wachstumskurs rechnet Konzernlenker Jimenez erst gegen Jahresende. Insgesamt dürfte der Umsatz 2017 weitgehend auf dem Vorjahresniveau liegen.

Roche: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Roche

Nicht viel besser erging es dem dritten SMI-Schwergewicht Roche an der Börse. Die Aktien legten auf Ein-Jahres-Sicht ebenfalls nur um bescheidene acht Prozent zu. Roche macht gut 17,5 Prozent am Gewicht des Schweizer Leitindex aus. Der Schweizer Pharmakonzern zeigt sich für dieses Jahr recht skeptisch. Investitionen in den Marktstart von neuen Medikamenten und die Generika-Konkurrenz werden das Ergebnis schmälern, warnte Roche. 2016 verdiente der Pharma-Riese mit 9,7 Milliarden Franken sieben Prozent mehr. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 50,6 Milliarden Franken dank der starken Nachfrage nach Krebsmedikamenten.

UBS: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

UBS

Finanzwerte spielen zwar auch eine wichtige Rolle im SMI, haben aber ein deutlich geringeres Gewicht als Nestlé und die Pharmariesen. Die Schweizer Großbank UBS bringt es gerade mal auf eine Gewichtung von 5,8 Prozent im SMI. Die Aktien von UBS entwickelten sich in den letzten zwölf Monaten mittelmäßig. Sie stiegen um neun Prozent. Seit Jahresbeginn gaben die Titel sogar leicht nach. Dabei hat UBS einen starken Jahresauftakt geschafft: In den ersten drei Monaten zog der Nettogewinn überraschend deutlich um 79 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken an. 2016 halbierte sich der Gewinn von 6,2 auf 3,2 Milliarden Franken - wegen deutlich höherer Steuerausgaben und einer Reihe von Sondereffekten.

ABB: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

ABB

Fünftes Schwergewicht im SMI ist ABB mit einem Anteil von 4,2 Prozent. Die Aktien haben zuletzt kräftig angezogen. Auf Einjahres-Sicht betrug das Plus 19 Prozent. Der Elektrokonzern wittert Morgenluft. Die Schweizer steigerten den Umsatz im ersten Quartal 2017 aus eigener Kraft um drei Prozent auf 7,85 Milliarden Dollar und erreichten damit die stärkste Zuwachsrate seit Frühjahr 2015. "Wir sehen erste Anzeichen einer Marktstabilisierung in Teilen der Prozessindustrie und auch einige Wachstumssignale in frühzyklischen Geschäften", zeigte sich Konzernchef Ulrich Spiesshofer optimistisch. 2016 verbuchte ABB fünf Prozent weniger Aufträge, der Umsatz stagnierte. Nur dank eines harten Sparkurses konnte der Gewinn leicht auf knapp zwei Milliarden Dollar erhöht werden.

Richemont: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Richemont

Für die Schweizer Luxusgüterkonzerne sind indes die fetten Jahre vorbei. Bei Richemont zum Beispiel ist der Gewinn 2016/17 um 46 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro eingebrochen. Vor allem das schwache Uhrengeschäft mit den Marken IWC, Piaget oder Jaeger Le Coultre brachte Richemont aus dem Takt. Die Kaufzurückhaltung der Chinesen machte dem weltweit zweitgrößten Luxushersteller hinter LVMH zu schaffen. Nun hofft Richemont auf das wachsende US-Geschäft – und baut massiv Stellen ab. Die Aktien glänzen inzwischen wieder. Sie stiegen in den letzten zwölf Monaten um 31 Prozent und zählten neben der Swiss-Life zu den Top-Performern im SMI. Ihr Gewicht im Schweizer Leitindex liegt bei 4,1 Prozent.

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