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Dax-Bilanz

Eine Frau präsentiert eine Studie anhand von Balkengrafiken

EY-Studie zu den Jahreszahlen

Deutschlands Großkonzerne sind Gewinnmaschinen

Stand: 22.02.2017, 16:36 Uhr

Zur Halbzeit der deutschen Berichtssaison hat die Unternehmensberatung EY eine erfreuliche Bilanz gezogen. Die Dax-Konzerne, die bisher ihre Zahlen enthüllt haben, verdienten 15 Prozent mehr.  

Die deutschen Börsenschwergewichte sind gut gerüstet gegen künftige Krisen. Das operative Ergebnis (Ebit) steigerten sie auf 58 Milliarden Euro. "Für die Mehrzahl der Dax-Konzerne war 2016 ein erfolgreiches Jahr", meint EY-Partner Mathieu Meyer.

Chartverlauf Ifo-Geschäftsklimaindex Juni 2016 bis Februar 2017

Börse 11.00 Uhr: ifo-Index, Bayer, RWE

In ihrer Studie hat die Unternehmensberatung EY die Daten von 15 der 30 Dax-Firmen ausgewertet, die bis dato ihre Bilanzen vorgelegt haben. Der Energieriese RWE wurde nicht berücksichtigt, da die heute veröffentlichten vorläufigen Zahlen weder Umsatz noch unbereinigtes Ebit enthielten.

Daimler und Allianz Spitzenreiter

Abgesehen von der Deutschen Bank (und RWE) schrieben bisher alle Dax-Konzerne schwarze Zahlen. Den meisten Gewinn scheffelten der Autobauer Daimler und der Versicherungsriese Allianz.

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
69,00
Differenz relativ
+0,35%
Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
18,28
Differenz relativ
+0,80%

Deutlich bescheidener entwickelte sich das Umsatzwachstum. Die 15 Dax-Konzerne, die bisher Zahlen präsentiert haben, konnten die Erlöse um lediglich ein Prozent auf 573 Milliarden Euro steigern. Als Wachstumstreiber erwiesen sich Asien und Europa. Aus den USA kamen hingegen keine Impulse, heißt es in der EY-Studie. Grund sind die Wechselkurseffekte.

Euro-Schwäche dürfte Wachstum weiter antreiben

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1,0571
Differenz relativ
+0,11%

In naher Zukunft dürften Deutschlands Großunternehmen vom niedrigen Euro-Kurs profitieren. Deutsche Exporte werden dadurch auf dem Weltmarkt günstiger. Zudem steigen die im Ausland erzielten Umsätze bei der Umrechnung in Euro.

Trump-Protektionismus vergrault die Anleger

Dagegen könnten protektionistische Maßnahmen wie in den USA unter der Trump-Administration die Exportwirtschaft bremsen. Zusätzliche Sorgen bereit der Ausstieg Großbritanniens aus der EU (Brexit).

nb

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